noS

Sonntag, Juni 29, 2008

Manhatten und zwei Homagen

So, das war ja mal überfällig. Also nicht nur dass ich endlich meine Meinung über ein paar der hippsten Hippster Hang Outs in New York los werden wollte. Nein, als glühender Fan von Romans Triebjagden (ja, ich bin das!) und weil der Sack uns beim EM-Tippen sowas von abgezogen hat, gibt's das Ganze auch noch in Anlehnung an den unvergleichbaren Roman-Style. Sogar in doppelter Ausführung mit Evelyn als Bonustrack (was ist eigentlich der Plural von Homage?):


Eine Glasscheibe trennt uns vom Sonnenuntergang über New Jersey. Debbie stolpert beinahe über ihre 8 Inch-Heels als sie unsere Drinks auf die Roof Top Terrasse des Dream Hotels bringt. Direkt aus Europa, selbst das Wasser. Nur Debbie nicht. Die ist aus New Jersey. Genauso wie der Sonnenuntergang. Im Cab auf dem Weg in den Meat District, ist alles russisch. Vor allem der Taxifahrer und sein ständiges Gequatsche am Handy. »Oh, you German? My first wife was German!«. Nein, Deutsch hat er durch sie nicht gelernt. Dafür war die Ehe bis zur zweiten Hochzeit dann doch zu kurz. Im Morimoto kommt alles aus Japan. Viermal die Woche wird der Fisch direkt aus Tokyo eingeflogen. Ich esse ein Steak von einem Kobe Rind während eine Etage tiefer eine Gruppe Inderinnen an der Bar auf ihre Dates warten. Die neue indische Upper Class steht auf Sushi. Die sitzt auch in Robert de Niros Nobu, das viel zu teuer und viel zu laut ist. Den indischen Damen scheint das egal zu sein. Mir nicht. Der Taxifahrer spricht kein Englisch. Dafür lautstark Pakistani übers Head-Set. Mobil Flat Rates sind der Alptraum jeder Taxifahrt. Techno im Pop Burger und auf den zahllosen Bildschirmen laufen Pornos in Endlosschleife. Man kann seinen zukünftigen Partner kennenlernen und dabei anderen beim Geschlechtsverkehr zusehen. Toll. Wir flüchten ins Kittichai nach SoHo. Der Taxifahrer stammt aus Afganistan und erzählt uns in zehn Minuten seine Lebensgeschichte während sein Mobiltelefon unablässlich neben ihm klingelt. An der Bar angekommen, steht ein riesiger Vogelkäfig mit Goldfischen neben mir. Der Wodka ist aus Kamtschatka. Das Wasser aus Norwegen. Das Taxi bringt uns in der Früh hinauf in die 72ste. Eine lange Fahrt. Der Fahrer ist ein Deutscher. Wir sprechen kein Wort.


Der Tresen - unendliche Weiten.
Mein Glas - halbvoll
Sehnsucht - doch der Stuhl neben mir ein leeres Vakuum -
Gefüllt mit Utopien.
Gestern hielt ich noch deine Hand,
Heute halte ich nur noch -
Das Whiskeyglas.

Für immer?

Freitag, Juni 27, 2008

Emanzipation heute oder ein Plädoyer

Attention ladies! Auch 2008 greift sie noch immer um sich und ist keinesfalls ein Relikt ferner Tage: die männliche Besitzeswut. Nachdem uns die Männer sogar unsere Röcke geklaut und sich Utensilien zugelegt haben, von deren schierer Existenz sie vor 20 Jahren noch nicht einmal wussten (e.g. Knoblauchpresse) und nun auch die letzte Bastion weiblicher Identität, die Yogacenter, plötzlich von Männern in herabschauender Hundehaltung bevölkert werden und ich mich zuletzt auch noch darum streiten muss, wer nun die schöneren Haare hat und VOR ALLEM zukünftig auch noch meine Haarspülungen anscheinend mit allen möglichen Männern teilen muss, kam es heute endgültig zum Eklat.
Und alles nur, weil ich dachte, ich könnte auch ein eigenes Blog haben, also quasi etwas EIGENES in dieser männerdominierten Yogacenterwelt. Natürlich nicht, um nicht weiterhin für DIESES Blog und diesen Blogger zu schreiben und natürlich auch nicht, um für andere Blogs oder andere Blogger zu schreiben. Nein, ich wollte meinen Blog, um zukünftig Spezialthemen wie Fußpflege, Drapierkunst des 18ten Jahrhunderts, Abhandlungen der neuen "Dexter" Bloodspatter Staffel und manisch depressive Gedichte zusätzlich und für mich persönlich zu konstatieren.
Nach zahllosen Diskussionen, Beschwichtigungen durch virtuelle Kartoffelchips, Facebookpräsente und der Versicherung, dass auch das letzte Kuchenrezept geteilt wird, musste ich jetzt dafür doch noch zum Äußersten gehen:
Sno, die Kräuter Haarpackung, sie gehört Dir.

Weisheiten zum Wochenende oder Weil`s Freitag ist

Weisheiten zum Wochenende, Kapitel 1, Evelyns bunte Gedankenparade oder was ich in Paris in den letzten Tagen gelernt habe:

1. Manche Franzosen machen - vielleicht gerade oder auch nur bei Fußballspielen - über Deutsche noch immer zweite Weltkriegswitze. Zumindest solange, bis sie merken, dass es sich bei der Tante neben ihnen gar nicht um eine "jolie mademoiselle", sondern um ein wahnwitziges (eigentlich habe ich diese Phase schon überwunden und befinde mich bereits im "Jenseits von Gut und Böse" state of the art äh mind) Fräulein handelt. Die wirkliche Tragik an dieser Situation ist aber nicht, dass jeder über jeden ja HOFFENTLICH Witze macht (ganz ehrlich, das wäre ja schlimm, wenn nicht), sondern die Tatsache, dass ich mir, wenn mir kein neuer Witz seit dem zweiten Weltkrieg einfallen würde, wirklich die Kugel geben würde.

2. Wenn man auf Terminen eingeladen ist sollte man niemals "Wollt ihr mich jetzt verarschen?" fragen. Auch nicht, wenn ein Klecks leckere Schlagsahne in einen Stickstoffbehälter geschmissen wird, als harter Klotz wieder rauskommt, mit Kakaopulver bestreut wird und einem dann schlussendlich mit erwartungsvollem Blick kredenzt wird.

3. Der letzte Schrei - le dernier crie - ist tragischerweise nicht für jeden der Brüller schlechthin. Schokopatronen, die man beim Kaffeetrinken einsaugen muss, um auf dem Gaumen ein besonderes Geschmackserlebnis zu erzeugen, mögen für manche die schönste Erfahrung sein, die sie in den letzten 2 Jahren gemacht haben. Leider gehöre ich nicht zu dieser Gattung.

4. Molekularkuchen ist in Wahrheit nichts anderes als gepresster Grießbrei, bei dem oben drauf noch eine Schicht roter Grütze druffgeklatscht wurde. Da bleibe ich lieber beim gedeckten Apfelkuchen. Weil da noch der Teig obendruff ist und keine Grütze.
Genau und nur deshalb. Nennt mich ruhig Banause.

Labels: ,

Donnerstag, Juni 26, 2008

Die wahren Gründe von Sno`s Haarlänge oder so sieht der Typ in Wahrheit aus

Ihr wundert euch, warum Haardiskussionen neuerdings nicht nur in den hochwertigen und investigativen Blättern wie Freizeit Revue, das Goldene Blatt und Bussibärli abgehandelt werden- sondern auch hier?
Hab ich mich auch. Bis heute. Da fand ich dann- dank meiner guten Connections zu Jack Bauer und der 24 Stunden "Wir machen einen druff" Gang - mit Erschrecken folgendes Video.
DirektFalscherSno

Schon klar, warum der Alte ständig seine Frise ins Spiel bringt - der will nur seine Range verchecken. Dachte, ich decke das jetzt mal auf.


Perfide, oda?

Super Soccer Suspense Enhancer

Well, it is rather obvious that watching a soccer match (which is usually a pretty dull thing for someone like myself) will get exciting when you start to chose a side to cheer for. It even gets more exciting when you start to bet your friends' scooter (don't worry only to lent for a day!) on the win of your chosen team. But watching the game gets really really hair raisingly thrilling, when the TV channel is suffering constant sudden black outs.

Mittwoch, Juni 25, 2008

Pimp my blog oder Gastkommentar der übelsten Sorte

Achtung! Achtung! Aufgepasst! Da kann man über Extremsport schreiben, lustige Bildchen malen und todesmutig jeden Schmarrn im Selbstversuch durchziehen und doch scheint immer etwas zu fehlen. Ja genau! Es fehlt die schier unglaubliche Evelyn. Zumindest bis heute, denn genau ab... jetzt wird hier nicht nur bilingual sonden auch bipersonal gebloggt. (Nur damit hier keiner denkt, der Typ hat lange Haare und schreibt schon wie ein Mädchen). Jetzt also exklusiv für Euch - Evelyn:

Angefangen hat alles ganz zwanglos. Das dachte ich zumindest (zugegeben, das denke ich immer). Aber anscheinend war das nie (und machen wir uns doch nichts vor- wird es auch nie sein)- die Intention dieses Bloggers. Des Besitzbloggers quasi. Der hatte nämlich schon immer perfide Absichten. In Wahrheit setzt Dr.Sno* nämlich alles daran, seinen Blog zu pimpen. Pimp my blog von der übelsten Seite quasi. Ihnen ist das noch gar nicht aufgefallen? Dann kann ich Sie beruhigen. Denn dann wird Ihnen das auch morgen nicht auffallen. Übermorgen erst recht nicht und nö, auch nicht 2011. Falls Sie zu dieser Sparte gehören, also zur Sparte der, sagen wir mal höflich, Wenig-Checker (sie sehen, ich bin um Formulierungen extrem bemüht), lesen Sie bitte nicht weiter. Sie und ich, wir haben nämlich dann ganz sicher keinen Spaß miteinander. Also auch nicht mal 2011. Sie denken gerade, auf die Alte und deren Meinung hätte ich auch verzichten können? Dann haben Sie Recht! Und weil ich auch nur einen Beitrag zu dem leisten kann, was sie bestimmt noch nie wissen wollten, schreibe ich ja auch für DIESEN BLOG und nicht für "Wissenswertes über Achselbehaarung". Gecheckt? Na, dann können wir ja Freunde werden.

Dienstag, Juni 24, 2008

Hairy and Sally

Selten wurde ein Thema so kontrovers diskutiert wie meine zukünftige Haarlänge. Von »lass es wachsen bis nach Kiel« und live übertragener Glattrasur auf der Leopoldstrasse (natürlich als Wohltätigkeitsveranstaltung) war bis jetzt fast alles dabei. Damit aber nicht nur die Facebook-Nerds ihre tollen Frisurtipps abgeben können, sondern auch ihr; also du jetzt im speziellen; hier jetzt dieses Posting. Nachdem ich tatsächlich keine Ahnung habe wie ich mir die Fransen schneiden soll und aber nach vier langen Jahren endlich mal wieder eine echte Frisur möchte, bin ich über jeden Vorschlag dankbar (selbst wenn jetzt nur so Zeugs kommt wie: »so wie Brad Pitt«).

Hardly ever has been such a controvers discussion like the one about my future hair length. There has been almost every suggestion from »don't stop until you reach some unimportant city in the north« to a live shaving on Munichs Leopoldstrasse (of course as some kind of charity event). But in favour of not limiting all the fun to facebook addicts only, I came up with this posting. To be honest, after 4 years of not getting close to any hair dresser, I do not have the slightest clue on how to cut my not-even-dreads. All I know is that I truely want a hair cut - finally. So if you have a suggestion, just bring it on in the comments (even if it's going to be: »cut them just like Angelina Jolie«)

Labels:

Freitag, Juni 20, 2008

Fashion Tips Deluxe

If you think, that wearing extremely white shiny sneakers is the latest chic for your glamour gangster rapper outfit, then you probably missed the recent upgrade in gucci ghetto footwear. These days, the hippest hip hoppers take brand new shoes beyond to the next level: The "Just walked out of the shop"-Look which can be easily applied by simply not removing the labels at your sneakers. It might get a little uncomfortable here and there, but you can be sure that it will pay off with your fellow trendsurfing homies! I am sure there will be a market for re-labelling your stuff soon. Just in case you had been ignorant enough to pull off your labels right after purchase (you amateur!)!

Another pretty local fashion just spawned up since yesterdays evening: It's the "Wear your soccer fan costume as a business outfit"-Look. Get your Ballack-Shirt ready for the next meeting and don't be afraid to put on some black-red-gold make-up! Just make sure you get it on right now, as this trend might not last for too long...

Donnerstag, Juni 19, 2008

Serientauglich

Für alle die, die Sopranos nicht kennen, gibt's hier was in die Fresse. Ich wusste dass sich das ewige Serien gucken doch irgendwann mal bezahlt machen würde!

Mittwoch, Juni 18, 2008

Man of Steel

Tonight at the hockey match, the biggest guy approached me, hauled off in a wide bow and then stroked with a massive blow against my leg instead of the ball. I closed my eyes looking forward to be knocked off my feet. But instead I felt small splinters darting through the air as his stick was scattering over my shinbone into thousand pieces.

Montag, Juni 16, 2008

Das Gesetz des Dümmeren

Eine kleine Anekdote von Gauleitern und Ordnungshütern.

Es ist zwar schon eine Zeit lang her, aber früher, da kam der Hund einfach jeden Abend mit an den See. Nachdem bei Sonnenuntergang ohnehin nicht mehr allzu viel am Ufer los war, störte es niemanden gross und selbst wenn sich das Pelzungeheuer einmal kräftig in die Fluten geworfen hatte, nur um sich dann direkt neben frisch lackiert- und gebügelten Tierhassern ausgiebigst zu schütteln. Ja selbst wenn hier und da mal nicht nur Wasser sondern auch etwas glibbriger Sabber mit dabei auf dem Hemd landete, man entschuldigte sich für das ungehobelte Benehmen des Vierbeiners und alles war in bester Ordnung. Selbst das lautstarke Schimpfen der Beschüttelten verstummte irgendwann im dunkeln zwischen den dicken Eichen am See.

Aber die Zeiten sind lange vorbei. Seit längerem schon, herrscht jetzt wieder Zucht und Ordnung in den Isarauen und den Ufern der Seen, an denen schon der Hund meiner Urgrosseltern das Ufer unsicher gemacht hat. Denn schon wenige Sekunden nach dem ersten Schritt ins Wasser springt ein Kontrolletti in Polizeiuniform aus dem nahen Gebüsch und belehrt mich (und alle Anwesenden im Umkreis von 500 Metern) lautstark:

Hilfssheriff: »He Sie! Das ist hier verboten!«
Dr.Sno*: »Äh, wie, was bitte ist verboten??«
Hilfssheriff: »Zwischen Mai und Oktober sind Tiere im Wasser verboten!!!!«

»Ok, gilt das auch für Fische?«

Labels:

Freitag, Juni 13, 2008

The cool Surfers of Lisbon

Next time, please let's go somewhere warmer...

Labels: ,

Mittwoch, Juni 11, 2008

Public Listening - News Ticker

Anhand der Schreiereien, Pfiffe und anschliessenden Gesänge neben an bei mir im Myra, nehme ich an die Türkei hat knapp gewonnen. (Ganz ohne Nachzugucken - allein durchs Hören, Leute!!!)

Labels:

Dienstag, Juni 10, 2008

Reservation in the City

The most important thing for a hip New York restaurant is the painful procedure of reservation, that you have to go through when you want to get a table for two simply to eat some food. Most locations require at least one week in advance booking and even that can turn out to be tough:

Restaurant: »Hey, thanks for calling Morimoto, please hold the line we will soon be with you« (my favourite quote when I am calling with a german mobile phone from New York to Germany and right back to New York)

after 5 endless minutes...
Restaurant: »Hey, my name is Miki, how can I help you?«
Dr.Sno*: »Hi, my name is Dr.Sno* and I would like to make a reservation.«
Miki: »Oh sooo sorry. You are speaking to the kitchen manager. You were actually connected to the kitchen section.«
Dr.Sno*: »Aha, ok - could you pass me to the reservation section then?«
Miki: »Sooo sorry, I can't. Can you try calling again?«
Dr.Sno*: »Ok, well thanks«
Miki: »You're welcome. Have suuuuch a nice day!«

after 30 minutes...
Restaurant: »Hi my name is Kenichi, how can I help you?«
Dr.Sno*: »My name is Dr.Sno* and I would like to make a reservation.«
Kenichi: »For how many people and when would you like the reservation?«
Dr.Sno*: »Next Saturday at 9PM for three people.«
Kenichi: »Soooo sorry, but Saturday is fully booked.«
(I swear I heard him laughing before he did answer me)
Dr.Sno*: »Ah well ok, and Friday?«
Kenichi: »Oh sooo sorry, but Friday is the same.«
Dr.Sno*: »Sunday?«
Kenichi: »We do have a table on Sunday at 10PM.«
Dr.Sno*: »I'll take it«
Kenichi: »Thank you, can you give me your telephone number and your credit card details?«
Dr.Sno*: »My what?«
Kenichi: »I am soooo sorry, but this is required to block your reservation.«
Dr.Sno*: »Is it?«
(I decide not to ask why but simply give all the "necessary" information)
Kenichi: »Thank you. Please make sure to confirm your table using this phone number at least 24 hours before and our reservation policy requires that you arrive not later than 15 minutes past 10PM or otherwise the table will be given away.«
Dr.Sno*: »I have to reconfirm the table?«
Kenichi: »Sooo sorry but it is obligatory. But you are lucky, usually reservation has to be at least two weeks in advance.«
Dr.Sno*: »Oh great - I really feel lucky.«
Kenichi: »See you at Morimoto and have suuuuch a nice day!«

Labels: ,

Montag, Juni 09, 2008

Mädchenspiele

So. Am Sonntag hatte ich dann tatsächlich die Schnauze voll.

Dreimal war mein wöchentliches Hockey-Match bereits abgesagt worden. Und nun wieder. Obwohl das schöne Wetter südlich von München zu halten schien, hatten die Herren zum Teil abgesagt. Womöglich damit auch ja keiner Gefahr läuft vor dem EM-Spiel nass zu werden. Ganz anders dagegen die hiesigen Damenmannschaften, die sich auf dem Platz schon mal warm spielten und meinen Missmut als einziger Depp der vor Ort aufgelaufen war nur noch verschärften. Ich tippte eine SMS an den Teamleiter: »He ihr HighEnd Pfeifen, wo seid ihr? Hier spielen nur die Mädels!«

Das war's. Das Maß (ganz im Gegensatz zu »die Maß«, weibl. und zum trinken) war voll; und zwar sowas von gestrichen voll, dass ich zu den irrsinnigsten Taten bereit war: Ich machte meine Haare auf, schüttelte die Fransen und fragte die Mädels ob sie nicht noch eine Ersatzspielerin benötigten. Und tatsächlich - in einer Mannschaft fehlte eine Defense-Spielerin. Ich kam quasi wie gerufen.

Um nicht sonderlich aufzufallen unterließ ich es, wie sonst den Gegner durch gezielte Stockschläge zu irritieren aktiv den Ball abzunehmen und konzentrierte mich mehr auf's Zuspiel. Meine Mitspielerinnen waren nicht schlecht und so konnte man endlich einmal ganze theoretische Taktiken in die Praxis umsetzen. Kein wildes um sich Prügeln aggressiveres Gameplay, wie sonst üblicherweise.

Als ich in der Pause auf der Bank sitze, erhalte ich eine Nachricht per SMS (original Textauszug): »Obacht, des sand Lespen!« Worauf ich mich schlagartig vor versammelter Mannschaft als Mann oute (man weiss ja nie). Aber das hätten sie ohnehin gleich bemerkt. Es gäbe zwar einige Spielerinnen mit Bartansatz, aber so ungepflegt kämen selbst die nicht zu einem Spiel.

Sonntag, Juni 08, 2008

This is a Testentry

Right now I am sitting in the sun in some nice garden testing my new gadget by posting this blog entry. It takes some effort with this tiny keyboard (and that's although I don't calll huge hands my own) but after 20 minutes even this long posting was successfully finished. Now I know why some folks are all for stuff like twitter.

[edit]
Kann nur YouTube & ist nervig zum Eintippen, dafür in SoHo online:

Labels:

Donnerstag, Juni 05, 2008

This is not America

Also New York ist auch nicht mehr das was es mal war. Ich erinnere mich noch daran, da stand am Drehkreuz der Metro ein Typ mit Teppichmesser, der jedem Fahrgast den Metro-Token (ja ok, war weit vor 2003) abnahm und danach gewaltsam das Kreuz weiter drehte. Alles - selbst die Unterseite der Metrositze - war komplett mit Graffiti zugesprüht und nach Sonnenuntergang gab es so viele Bezirke in denen man nicht zu Fuss unterwegs sein sollte, dass sich quasi der einzig halbwegs sichere Platz in Manhatten auf dem Rücksitz eines unter Vollgas von einem fast blinden Pakistani gesteuerten Taxis befand.

Aus und vorbei. Alles sauber, alles sicher. Möchte man heutzutage winzige Tags sehen, muss man nach Queens fahren, und selbst dort findet sich sowas erst nach längerem Suchen. Die Bronx war mal hip zum Ausgehen, ist aber jetzt schon längst wieder zu spiessig geworden.

Zieht man in Brooklyn oder Harlem um die Häuser trifft man nur noch auf über 60jährige Hip Hopper, die auf dem Weg in den Seniorenstift den Hütern des Gesetzes brav das Händchen schütteln anstelle sich ein GTA-mäßiges Shoot-Out zu liefern:

Aber wen wundert's? In der Stadt in der der Sprechgesang aus den Ghettos gross geworden ist, betreiben die heutigen Stars voll unhood-like lieber irgendwelche Pappnasengaststätten (Jay-Raucherclub-Z) oder verkaufen, wie Puff Diddy (oder wie ihn sein aktueller PR-Berater auch gerade genannt haben mag), mir ein paar Hosen. Ganz ehrlich - da sind ja rappende Sparkassen Azubis noch rebellischer.

Ich hatte längst aufgegeben und akzeptiert, dass New York nun endlich clean geworden war, da fiel mir beim Bestellen eines Corn-Dogs an einem Stand auf Coney Island ein Schild auf. Hier gab es sie ganz offensichtlich noch, die schlimmen Verbrecher, die per Steckbrief und Kopfgeldjäger durch die Strassenschluchten gejagdt wurden. Vermutlich eine Bandenchefin der Mafia oder zumindest eine aus dem Knast entflohene Bankräuberin?

Nein? Ok, aber zumindest ist die Dame nach übermäßigem Alkoholkonsum dort wohl mal laut geworden. Das ist doch schon ein Anfang...

Labels:

Dienstag, Juni 03, 2008

Real Estating for Real

At this place, you do not pay for a house on the beach - you pay for others not to be allowed to have a house within your range of sight.
[Location: Hampton Beach, NY]

Labels:

Montag, Juni 02, 2008

Heulsusenwetter

Man glaubt es kaum! Da hatten wir endlich mal einen richtig wunderbar genialen Mai mit superkali-fragilistisch expialligetischem Wetterchen, und schon hört man wieder aus allen Ecken das Rumgejammer und Gestöhne es sei viel zu heiss. Dieses "Man kann es mir nicht recht machen" Gemaule ist einfach so sicher wie der Haarausfall auf MC Winkels Birne das Amen in der Kirche. Was wollen diese Leute? Nen Thermostat für die Außentemperatur? Nen Schalter zum an- und aus knipsen von Fixsternen?? Ich meine - nicht dass es nicht ohnehin von zweifelhaftem Sinn wäre, etwas zu bemängeln was man ohnehin nicht beeinflussen kann - nein, dann auch noch mein schön warmes Wetter!

Dabei hatte ich das extra für euch bestellt, ihr Banausen!