Leaving London
Streik am Touri-Flughafen Phukit?? Das ich nicht lache! Als ob das mit einem Tag in Terminal 2 in London Heathrow jemals mithalten könnte. Nicht nur, dass dort wohl die am längsten andauernde Baustelle der westlichen Hemisphäre existiert (die gab es dort schon, als ich mit 16 das erste mal zu einem Austausch dort war!). Nein, der Luftraum über Heathrow ist mittlerweile so voll (und das Personal am Flughafen so gekürzt), dass bereits ein kleines Gewitter ca. 5.000 Reisenden so richtig die Tour verhageln kann...

Ich hatte noch eine Stunde und 40 Minuten bis zu meinem Abflug, als ich an der Victoria Station um die Ecke bog um in die Tube zum Flughafen zu hetzen. Ich war spät dran, doch dem Schicksal offensichtlich nicht spät genug, denn aus unerfindlichem Grund war die Picadilly Line genau hier gesperrt. Vielleicht Bauarbeiten, obwohl eine Bombendrohung für Londons U-Bahn natürlich weitaus wahrscheinlicher ist. Aber egal, für Ursachenforschung blieb mir keine Zeit und dank Circle Line war ich in South Kensington 15 Minuten später wieder im nächsten Zug nach Heathrow. Wenn auf die Uhr gucken irgend etwas beschleunigen würde, ich hätte zehn Minuten später bereits am Flughafen ankommen müssen. Immerhin schaffte ich es 40 Minuten vor Abflug dort zu sein und dankte dem Schicksal bei dem Anblick der riesigen Schlangen am Check-in für mein elektronisches Ticket. Natürlich nur, weil ich in diesem Moment noch nicht wusste, wie unsagbar hinterfotzig dieses fiese Schicksal doch in Wahrheit war.
Da die Passkontrolle beim Ausreisen aus dem UK indirekt proportional zum aufgemachten Fass bei der Einreise ist, stand ich wenige Minuten später vor der Informationstafel inmitten auf dem Boden liegender Menschenmassen. Nach einem Blick auf die Flugdaten war klar das es sich nicht um verirrte Hippie Kommunen auf der Suche nach Woodstock 2008 handelten, sondern um die Passagiere der letzten 15 Flüge, die alle als verspätet angezeigt wurden. Der Terminal war übervoll. Selbst wenn mein Flug (der zwar in 15 Minuten abheben sollte, sich aber immer noch ganz unten auf der Tafel befand) nun aufgerufen würde - ich wäre nur unter Auslösen einer Massenschlägerei zu meinen Gate gekommen. Nachdem ich zwei Stunden lang auf meine Fluginformation starrte, die sich auf die beiden Wörter »Please Wait« beschränkten und auch meine Suche nach Personal, welches nicht ausschliesslich mit dem Verkauf von Parfums und Schokolade beschäftigt war, vollkommen erfolglos verlief, vernahm ich die aller erste Durchsage. Der vor 3 Stunden nach Infotafel abgeflogene Flug nach Schanghai sei nun zum Einsteigen bereit. Ich vermute ja stark, dass Beruhigungsmittel in die Klimaanlage geblasen wurde, denn die Flüge nach Rom und Milano warteten bereits um einiges länger auf ihren Aufruf, der sie von der Aufforderung der Infotafel erlösen sollte, sich zu einem seit 4 Stunden geschlossenen Gate zu begeben. Dann endlich die Durchsage, der München Flug sei nun bereit zum Boarding. War er aber nicht, denn als ich am Gate ankam, erläuterte der entnervte Kapitän, dass Heathrow Airport bislang noch nicht das Cargo übernommen hatte und er erst starten könne, wenn alles Gepäck entladen sei. Mittlerweile war es auch zu spät in München überhaupt noch landen zu können und so sollten wir auf Frankfurt ausweichen, dort übernachten und dann mit der ersten Maschine früh morgens nach München zu kommen. Aber selbst Plan B klappte nicht, da wir erst gegen Mitternacht bereit zum Abflug waren. Somit war klar, dass ich hier am Flughafen übernachten müsste. Um jedoch den Flug auf morgen umbuchen zu können, musste ich erst einmal wieder nach draussen, was gar nicht so einfach war, da ganze 35 Flüge gestrichen wurden und nun geschätzte Unmengen an Menschen in endloser Schlange vor total unterbesetzter (2 Beamte!!!) Kontrolle erzählen mussten, weshalb sie denn wieder nach England einreisen wollten. Wer würde nicht gern um ein Uhr nachts für eine Stunde Schlange stehen um in ein Land einzureisen, aus dem er gerade ausgereist ist? Eben. Als Zugabe gab es dann noch am Lufthansa Schalter schlappe 20 Minuten anstehen. Was wirklich läppisch war, denn bei Allitalia stand man drei mal hin und zurück quer durch die Eingangshalle (die im Gegensatz zu anderen Flughäfen nicht zum Übernachten geeignet war). Als Krönung kam dann noch die schier endlose Schlange um ein Taxi zu den Hotels zu bekommen, die mich glücklicherweise kalt liess, da mich eine Bekannte mit ihrem Auto abholte (die Gesichter der als letztes aus dem Terminal kommenden Italiener möchtet ihr euch besser gar nicht vorstellen!).
Ach ja... der Flug am nächsten Morgen hatte natürlich dann schon wieder 40 Minuten Verspätung. Ob die Jungs von Allitalia allerdings mittlerweile endlich auch wieder nach Hause gekommen sind, kann man ja nur hoffen...
Ich hatte noch eine Stunde und 40 Minuten bis zu meinem Abflug, als ich an der Victoria Station um die Ecke bog um in die Tube zum Flughafen zu hetzen. Ich war spät dran, doch dem Schicksal offensichtlich nicht spät genug, denn aus unerfindlichem Grund war die Picadilly Line genau hier gesperrt. Vielleicht Bauarbeiten, obwohl eine Bombendrohung für Londons U-Bahn natürlich weitaus wahrscheinlicher ist. Aber egal, für Ursachenforschung blieb mir keine Zeit und dank Circle Line war ich in South Kensington 15 Minuten später wieder im nächsten Zug nach Heathrow. Wenn auf die Uhr gucken irgend etwas beschleunigen würde, ich hätte zehn Minuten später bereits am Flughafen ankommen müssen. Immerhin schaffte ich es 40 Minuten vor Abflug dort zu sein und dankte dem Schicksal bei dem Anblick der riesigen Schlangen am Check-in für mein elektronisches Ticket. Natürlich nur, weil ich in diesem Moment noch nicht wusste, wie unsagbar hinterfotzig dieses fiese Schicksal doch in Wahrheit war.
Da die Passkontrolle beim Ausreisen aus dem UK indirekt proportional zum aufgemachten Fass bei der Einreise ist, stand ich wenige Minuten später vor der Informationstafel inmitten auf dem Boden liegender Menschenmassen. Nach einem Blick auf die Flugdaten war klar das es sich nicht um verirrte Hippie Kommunen auf der Suche nach Woodstock 2008 handelten, sondern um die Passagiere der letzten 15 Flüge, die alle als verspätet angezeigt wurden. Der Terminal war übervoll. Selbst wenn mein Flug (der zwar in 15 Minuten abheben sollte, sich aber immer noch ganz unten auf der Tafel befand) nun aufgerufen würde - ich wäre nur unter Auslösen einer Massenschlägerei zu meinen Gate gekommen. Nachdem ich zwei Stunden lang auf meine Fluginformation starrte, die sich auf die beiden Wörter »Please Wait« beschränkten und auch meine Suche nach Personal, welches nicht ausschliesslich mit dem Verkauf von Parfums und Schokolade beschäftigt war, vollkommen erfolglos verlief, vernahm ich die aller erste Durchsage. Der vor 3 Stunden nach Infotafel abgeflogene Flug nach Schanghai sei nun zum Einsteigen bereit. Ich vermute ja stark, dass Beruhigungsmittel in die Klimaanlage geblasen wurde, denn die Flüge nach Rom und Milano warteten bereits um einiges länger auf ihren Aufruf, der sie von der Aufforderung der Infotafel erlösen sollte, sich zu einem seit 4 Stunden geschlossenen Gate zu begeben. Dann endlich die Durchsage, der München Flug sei nun bereit zum Boarding. War er aber nicht, denn als ich am Gate ankam, erläuterte der entnervte Kapitän, dass Heathrow Airport bislang noch nicht das Cargo übernommen hatte und er erst starten könne, wenn alles Gepäck entladen sei. Mittlerweile war es auch zu spät in München überhaupt noch landen zu können und so sollten wir auf Frankfurt ausweichen, dort übernachten und dann mit der ersten Maschine früh morgens nach München zu kommen. Aber selbst Plan B klappte nicht, da wir erst gegen Mitternacht bereit zum Abflug waren. Somit war klar, dass ich hier am Flughafen übernachten müsste. Um jedoch den Flug auf morgen umbuchen zu können, musste ich erst einmal wieder nach draussen, was gar nicht so einfach war, da ganze 35 Flüge gestrichen wurden und nun geschätzte Unmengen an Menschen in endloser Schlange vor total unterbesetzter (2 Beamte!!!) Kontrolle erzählen mussten, weshalb sie denn wieder nach England einreisen wollten. Wer würde nicht gern um ein Uhr nachts für eine Stunde Schlange stehen um in ein Land einzureisen, aus dem er gerade ausgereist ist? Eben. Als Zugabe gab es dann noch am Lufthansa Schalter schlappe 20 Minuten anstehen. Was wirklich läppisch war, denn bei Allitalia stand man drei mal hin und zurück quer durch die Eingangshalle (die im Gegensatz zu anderen Flughäfen nicht zum Übernachten geeignet war). Als Krönung kam dann noch die schier endlose Schlange um ein Taxi zu den Hotels zu bekommen, die mich glücklicherweise kalt liess, da mich eine Bekannte mit ihrem Auto abholte (die Gesichter der als letztes aus dem Terminal kommenden Italiener möchtet ihr euch besser gar nicht vorstellen!).
Ach ja... der Flug am nächsten Morgen hatte natürlich dann schon wieder 40 Minuten Verspätung. Ob die Jungs von Allitalia allerdings mittlerweile endlich auch wieder nach Hause gekommen sind, kann man ja nur hoffen...
Labels: Daily Comix, Daily Travel


5 Comments:
Aus irgendeinem Grund schmerzen mich die Worte tube, Victoria station, circle line und London wirklich ungemein. Bei der Victoria um die Ecke ist übrigens eine stagecoach station, auf die man prima ausweichen kann, wenn die tube mal wieder streikt. ;-)
mann o mann. die haben echt spaß da drüben auf der insel. und ich sag noch, nimm den zug durch den kanal, obwohl dieser sicher gerade für mehrere wochen gesperrt wäre^^
Letztes Jahr war Heathrow der Flughafen mit den schlimmsten Verspätungen. Scheint sie strengen sich mächtig an, den Platz zu verteidigen.
Diese lustige (harharhar) Beschreibung hier und meine Erfahrung dahingehend, dass Landeanflüge auf London für mich zu den schlimmsten Flugerfahrungen gehören (und ich fliege wirklich gerne), bestätigen mich darin, dass ich Plumpudding auch hier zu Hause machen kann. Und nur hier. ,-)
Ach ja, den einzigen Flug den ich jemals verpasst habe, ging natürlich auch nach London. ,-)
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