Interrail: Zig Zag Zagreb
(Was bisher geschah...)
Wahnsinn. Super. Das muss man sich mal vorstellen! Da fahren wir mit gerade mal 15 Jahren allein mit dem Zug über Österreich nach Jugoslawien. Hammer oder? Jetzt mal ehrlich, das hätte damals kurz vor unserer Abfahrt auch kaum geglaubt. Toll. Spektakulär. Der Zug so... und wir, wie wir fahren. Und der Zug... und da wieder ein Bahnhof. Und Dunkles rauscht vor dem Fenster vorbei. Und noch ein Bahnhof. Wieder dunkel. Diesmal länger. Dann wieder ein Bahnhof. Langweilig...
Genau vier Stunden dauerte es damals um von totaler Euphorie über Selbstzweifel bis zur Frage »Warum zum Geier machen wir das hier eigentlich« zu kommen. Schon erstaunlich, dass man als Teenager über ein Jahr lang den Eltern in den Ohren liegen kann nur um dann nach ein paar Stunden das hartnäckig erkämpfte total laaangweilig zu finden. Sogar so langweilig, dass ich damals schon anfing statt brav zu schreiben, einfach mal was zwischen die Zeilen zu kritzeln:
Wahnsinn. Super. Das muss man sich mal vorstellen! Da fahren wir mit gerade mal 15 Jahren allein mit dem Zug über Österreich nach Jugoslawien. Hammer oder? Jetzt mal ehrlich, das hätte damals kurz vor unserer Abfahrt auch kaum geglaubt. Toll. Spektakulär. Der Zug so... und wir, wie wir fahren. Und der Zug... und da wieder ein Bahnhof. Und Dunkles rauscht vor dem Fenster vorbei. Und noch ein Bahnhof. Wieder dunkel. Diesmal länger. Dann wieder ein Bahnhof. Langweilig...
Genau vier Stunden dauerte es damals um von totaler Euphorie über Selbstzweifel bis zur Frage »Warum zum Geier machen wir das hier eigentlich« zu kommen. Schon erstaunlich, dass man als Teenager über ein Jahr lang den Eltern in den Ohren liegen kann nur um dann nach ein paar Stunden das hartnäckig erkämpfte total laaangweilig zu finden. Sogar so langweilig, dass ich damals schon anfing statt brav zu schreiben, einfach mal was zwischen die Zeilen zu kritzeln:

Nachdem wir unserer Meinung nach so ziemlich alles in Zagreb gesehen hatten, was es zu sehen gab (den Bahnhof, die Jugendherberge und irgendeinen Platz an den ich mich nicht mehr erinnern kann) fuhren wir zu den Plitvicer Seen. Und das auch nur, weil die Eltern meines besten Freundes meinten, dass man dort ja den Winnetou Film »Der Schatz im Silbersee« gedreht hat. Ein schlagkräftiges Argument also, um uns diese Seen einmal selbst anzusehen. Da musste es quasi endlich toll werden.
Dort angekommen, standen wir erstmal vor einem kleinen Häuschen in dem wir den Eintritt in den National Park zahlen sollten. Wie zahlen? Um zu einem See gehen zu können?? Geht's noch? Abgesehen davon, dass die geforderten 6.000 Dinar ohnehin mal eben unser Tagesbudget von 10 DM (ja, das waren noch die Zeiten in denen alles billiger, besser und überhaupt toller war - und zwar natürlich allein deswegen, weil es noch keinen Euro gab!) sprengten, sahen wir aufgrund einer fehlenden Einzäunung der begehrten Gewässer keinerlei Veranlassung hier irgendetwas zu bezahlen. Wir lachten uns kaputt über die Papnasen, die dort tatsächlich Geld abdrückten, während wir die Wiese hinunter Richtung Wasser liefen. Zumindest so lange, bis hinter dem ersten Busch am Weg einserbischer Soldat kroatischer Kontroletti heraus hüpfte und uns nebst 6.000 Dinar Ticket auch gleich noch eine 20.000 Dinar Konventionalstrafe aufs Auge drückte, die wir nur durch das Nächtigen auf einer Campingwiese (natürlich ohne Zelt) für 1.000 Dinar (2DM) kompensieren konnten. Von den tollen Seen habe ich eigentlich nichts mitbekommen, weil ich vor lauter Schlafmangel nur mit meinen Kopfschmerzen beschäftigt war. Und natürlich damit einen möglichst billigen Platz zum Schlafen zu finden. Naja, aber wenn ich ehrlich bin, fand ich Winnetou schon immer blöd.
Was sind die kleinen Freuden beim Zugfahren und fremden Ländern? Wie schläft es sich vor einer Zugtoilette? Und kommen wir überhaupt noch irgendwann zu einem echten Bett?
Das alles und vieles mehr erfahrt ihr in der nächsten Folge...
Dort angekommen, standen wir erstmal vor einem kleinen Häuschen in dem wir den Eintritt in den National Park zahlen sollten. Wie zahlen? Um zu einem See gehen zu können?? Geht's noch? Abgesehen davon, dass die geforderten 6.000 Dinar ohnehin mal eben unser Tagesbudget von 10 DM (ja, das waren noch die Zeiten in denen alles billiger, besser und überhaupt toller war - und zwar natürlich allein deswegen, weil es noch keinen Euro gab!) sprengten, sahen wir aufgrund einer fehlenden Einzäunung der begehrten Gewässer keinerlei Veranlassung hier irgendetwas zu bezahlen. Wir lachten uns kaputt über die Papnasen, die dort tatsächlich Geld abdrückten, während wir die Wiese hinunter Richtung Wasser liefen. Zumindest so lange, bis hinter dem ersten Busch am Weg ein
Was sind die kleinen Freuden beim Zugfahren und fremden Ländern? Wie schläft es sich vor einer Zugtoilette? Und kommen wir überhaupt noch irgendwann zu einem echten Bett?
Das alles und vieles mehr erfahrt ihr in der nächsten Folge...
Labels: Daily Travel, Interrail


5 Comments:
also ich find old shatterhand auch viel cooler....
Das Heft sieht toll aus!
das ist sieht wirklich toll aus. die schrift sieht shcon so erwachsen aus ;)
Ich glaube recht viel besser würde ich jetzt so ein Gebäude auch nicht mehr hinbekommen... aber die Schrift? Darauf gab's in der Grundschule noch ne gepflegte 6. Zum Glück habt ihr die spektakulären Rechtschreibfehler nicht gesehen.
Ah, zum Thema "Wie schläft es sich vor einer Zugtoilette" könnte ich auch was erzählen.
Mit dem Bonustrack "Wie schläft es sich in einem Transportwaggon, in den man mit vielen anderen Menschen gepfercht wird, obwohl der Aufenthalt dort eigentlich nicht erlaubt ist, was einem aber egal ist, weil man die Sprache des Zugpersonals eh nicht versteht. Das Ganze natürlich obwohl man Sitzplätze reserviert und bezahlt hatte."
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