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Dienstag, April 29, 2008

Für eine Hand voll Spargel

Lange vor der hierzulande gerade angelaufenen Spargelzeit war ich schon als Spargelstecher unterwegs. Allerdings nicht auf drögem Feld und im Akkord, sondern mehr zur Steigerung des Unterhaltungswertes während eines bella Passeggiata durch unseren steinigen Garten am Südhang des Monte Semprevisa. Und wer denkt, dass die Pilzsammler im Frühjahr mal Pause haben und daheim vor der Glotze sitzen, der hat sich schwer getäuscht, denn wenn der Italiener schon kein Trüffelschwein sein eigen nennt, dann grast er zumindest das Umland nach wildem Spargel ab. Der ist im übrigen selbst roh beim Vorbeigehen gefuttert schon saulecker und sieht nach erfolgreicher Pflückjagd von zirka einer Stunde dann in etwa so aus:

Ja es dauert schon eine Weile, bis man so ein Büschel zusammen gesucht hat, aber natürlich ist der Spass beim ausgelebten Sammeltrieb schon bereits selbst ein guter Grund nach dem schmackhaften Grünzeug Ausschau zu halten. Zwar kann man sich bei Falschgezupftem nicht so in den Exitus kochen, wie bei der Schwammerlsuche, aber auch bei wildem Spargel gibt es den ein oder anderen Stengel, der einem den Asparagi vorspielt und in Wahrheit nur Bauchweh und bitteren Genuss verbreiten möchte. Ausserdem tummelt sich zwischen dem Gesträuch am Hang hier noch so einiges, was die Stadtfrau von heute lieber nur auf Bildchen in irgend einem Blog sehen möchte als auf der eigenen Hand. Ich natürlich nicht. War euch doch klar, oder?

Und natürlich muss man schnell sein, denn schon nach wenigen Metern die steinernen Stufen am terrassierten Hang hinunter, stellen wir fest, dass hier und da bereits die Größten und Schönsten (das sind im übrigen IMMER die, die jemand anders schon vorher gefunden hat) weggepflückt waren. Da ist man schnell hier im Süden. Selbst der eigene Garten ist da vor den Spargelwilderern nicht sicher. Man mag es kaum glauben, aber für ein paar grüne Stengel haben die hier sogar ein Loch in unseren Zaun geschnitten. Wahnsinn, oder?

Kennt man aber den Duft und den einmaligen Geschmack von dem Risotto di Asparagi, dass man beispielsweise aus der Beute zaubern kann, dann ist es leicht zu verstehen, weshalb manch einer dafür Landfriedensbruch begeht...

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11 Comments:

Anonymous Scholli meint:

Iiiihh, ein Tier ohne Fell!
War nur ein Witz. ;-)

4/29/2008 10:20:00 nachm.  
Blogger Dr Sno* meint:

hihihi

4/29/2008 10:31:00 nachm.  
Anonymous Helga meint:

oh ja, Risotto mit grünem Spargel... hm!

4/30/2008 08:22:00 vorm.  
Anonymous chilldogg meint:

Ich glaube, ich habe München unterschätzt. Diese Sprungbrettlage ist nicht zu verachten.

4/30/2008 09:52:00 vorm.  
Anonymous Anonym meint:

Diese Tierchen können auch winken:))
und nur bestimmte Stadtfrauen sehen die lieber aus der Ferne - auf Sizilien wuseln die auch gerade rum.

Geniess bella Italia

see*chen

4/30/2008 11:42:00 vorm.  
Blogger Dr Sno* meint:

@Helga, und wie das immer so ist: Selbst gepflückt schmeckts gleich doppelt so lecker.

@Chilldogg, schon, obwohl es dabei natürlich darauf ankommt, ob man nun lieber nach Holland oder Italien fährt...

@See*chen, donke donke. Mach ich, du auch! Und nach Sizilien will ich jetzt dann auch irgendwann wieder!

4/30/2008 01:04:00 nachm.  
Blogger Elsa meint:

SO WENIG!

Au weia....ich leide unter Futterneid.
Diese handvoll hätte ich mir heimlich zubereiten müssen.
Ich hoffe, es hat geschmeckt?

4/30/2008 03:39:00 nachm.  
Anonymous cohu meint:

Der Gecko ist toll. Wie fühlen sich eigentlich seine Füßchen an - der hat doch so Art Klebe-Pfoten, oder? Spürt man das? Aber ein ganz schönes Trum...

5/01/2008 08:45:00 vorm.  
Blogger besucherin meint:

Oh mmmhhhh lecker...

Die nunheutebinichamfalschenOrt*heul* Besucherin

5/01/2008 11:35:00 vorm.  
Anonymous chilldogg meint:

Da ich lieber nach Italien fahre(n würde)..

5/02/2008 09:28:00 vorm.  
Anonymous gutscheine zum ausdrucken meint:

guter Kommentar

3/14/2013 10:32:00 vorm.  

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