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Freitag, November 30, 2007

Risse im Vorhof der Hölle

Bei meiner Gutachtertätigkeit bekomme ich meist ja so einiges zu sehen. Wenn ich, zum Beispiel wie heute, eine Beweissicherung machen muss, dann ist es wichtig, dass ich einmal jeden Raum des Hauses sehe und auf mögliche, bereits vorhandene Schäden untersuche.

Eben gerade war es wirklich wieder einmal sehr skurril, denn das zu begutachtende Objekt war eine heruntergekommene Pension im Münchner Norden, in der man wirklich ganz ganz günstig billig eine Bleibe finden kann.

Es begrüsst mich ein Mieter mit schwarzem Nagelstreifenanzug und einer pinken Krawatte bei der die Fliegen Tod von der Wand fallen. Die Hose hat er bequem bis unter seine Achseln hochgezogen, was wohl auch daran liegen mag, dass ihm das gute Stück schlichtweg geschätzte fünf Nummern zu groß ist. Zusammen geht's in seine Sauna Wohnung, in der sich bei 35° Celsius nicht nur Leguane, sondern offensichtlich auch Schimmel großflächig wohl fühlt. Der beissende Geruch der Ausblühungen an den Wänden schafft es mich von den auf dem Boden verstreuten Spaghetti abzulenken, während ich aus Angst vor Vergiftung schnellst möglich die Risse ablichte um mich wieder in den rettenden Flur zu flüchten. »Sie sollten wirklich öfters Lüften« rate ich ihm, was er aber abwinkt »Ich lüfte ständig, ich bin ja eh immer zu Hause«. Aha, ok - dann passt ja alles.

Im Heizungskeller dann die nächste Überraschung: Auf zirka sieben Quadratmetern treffe ich auf eine weissrussische Kleinfamilie. Zu viert scheint man sich hier nicht daran zu stören, dass es sich eigentlich gar nicht um einen echten Wohnraum handelt, vielmehr beschäftigt es einen, dass die Glotze an die Decke gedübelt werden musste, da in dem Raum schlichtweg für Möbel gar kein Platz mehr ist. »Du sollte sehen, wenn Besuch ist da aus Heimat!« Danke, aber DAS will ich mir nicht einmal nur vorstellen.

Als nächstes treffe ich einen waschechten Messi. In seiner wirklich grossen Wohnung ist der ganze Boden mit Müll übersät. Überall turnen Katzen durch die Räume, die hier und da lustig in die Ecken scheissen. Kein Wunder, denn hinter einer Ecke entdecke ich das Katzenklo, dass vermutlich zuletzt in den 80ern geleert wurde. »Wissen Sie, ich bin Elektriker und arbeite viel.« teilt er mir mit, als ich zwischen Katzenkacke und Sperrmüll durch das Wohnzimmer balanciere. »Meine Freundin ist auch berufstätig, wir kommen selten zum aufräumen« Selten?!? Ich muss wohl scheinbar einen Gesichtsausdruck gemacht haben, der so etwas wie »Wie zum Teufel kann man hier nur wohnen?« vermittelt, denn nun klärt er mich darüber auf, dass er hier ja auch noch eine supergrosse Terrasse habe. Ein Glück dass er das erwähnt hat, denn ich hätte allen Ernstes hinter dieser Müllhalde aus Erde, zerschlagenen Blumenkübeln und Stahlrohren keine Terrasse vermutet. Arme Katzen, denke ich mir als ich wieder in die angenehme Leere des Hausflures trete, obwohl auch jeder Mensch der da drin hausen muss zu bemitleiden wäre.

Zuletzt öffnet mir ein Typ mit nacktem Oberkörper und offener Hose (aber glücklicherweise mit Unterhose) die Tür. »Äh, komm ich ungelegen?« frage ich und schlage ihm vor später nochmal wieder zu kommen, aber er besteht darauf dass ich rein komme »damit das schnell vorbei ist«. Aha, na gut. Ich nehme die Risse auf und gehe mit gemischten Gefühlen durch die Räume, schliesslich stiefelt mir die ganze Zeit der Mieter mit Hosen auf Halbmast hinterher. Im letzten Raum steht nur ein grosser Tisch mit Computer und laufendem Monitor der von mir abgewandt ist. Dahinter befindet sich ein wuchtiger Chefsessel auf dem einige Blätter Klopapier liegen und ein Fenster an dem ich einen Riss erspähe. Als ich auf das Fenster zugehe, stellt sich mir der Halbnackte in den Weg. Ich überlege kurz, ob es das Foto von diesem Riss wert ist, eine mögliche peinliche Szene in Kauf zu nehmen. »An jedem anderen Tag vielleicht« denke ich mir, drehe auf den Haken um und verlasse die Wohnung und bin froh wieder draussen in der Kälte stehen zu dürfen.

Donnerstag, November 29, 2007

Self-Harry Pottery

Yesterday, I checked out this new shop called Froh+Bunter next to the Sebastiansplatz in Munich. My aim was to create something personal for a good friend who is moving to Montreal, Canada. At this shop, you can actually buy pottery of all kinds and paint them yourself. The idea is simple but yet brilliant if you are looking for a present that needs to be both tacky and personal. So here is the official Dr.Sno* Canadian Cup right before it got lined up for being baked:

For those of you, who wonder what a Bavarian ferret hast to do with Canada. HERE IS what you will look at if you dare to take a zip.

For those of you who feel that descending on friends with some self painted mugs would be a hell of a good idea, keep in mind that at Froh+Bunter they take 1 week from painting to getting the finished pottery back. Oh, and no, I did not get any money for writing this - I just thought it might help out some folks in Munich who are totally clueless about what to buy for Christmas (and now, don't even think about mentioning the Tollwood)...

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Mittwoch, November 28, 2007

Der Fluch des Posthorns

Nachdem ich ja hier beim arbeiten in meinem 16:9 (Inches!!!) Schaufenster sitze entgeht mir ja nix. Auch nicht unser immer gleicher Postbote. Ein kleiner, untersetzter Mann mit grauem Haar und gesunder roter Gesichtsfarbe. Nun könnte man meinen, dass jene Hautrötung vom fröhlichen Radfahren an frischer Luft oder ausgelebter Schlummersucht auf der Sonnenbank her rührt. Dem aber ist nicht so.

Denn der Krebs-Teint stammt eindeutig vom permanenten Sich-Aufregen, da man schon wenige Sekunden nachdem er den Hauseingang betritt jedes mal durch die Wand sein lautes Fluchen hört. Und sein Unmut scheint auch überhaupt nicht an den wenig ergonomisch geformten Briefkästen bei uns zu liegen, da er mir gestern eine Strasse weiter lauthals motzend entgegen kam (mich hatte er gar nicht gesehen, weshalb ich meine Person als Erreger der Ärgernis ausschliessen konnte). Es scheint also, als ob wir hier unsere Briefe exklusiv von einem echten Tourettepostboten zugestellt bekommen.

»Scheisse, verdammte... Dreckspack, Mist.. argh verflucht!«
Hurra, die Post ist da!

Dienstag, November 27, 2007

Is it a bird? Is it a plane?

No, it's just someone with a wingsuit doing some cutting edge basejumping:
DirectSuperman

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Montag, November 26, 2007

Wenn ich Mike bin

...dann klaust du meine Texte!

Freitag, November 23, 2007

The Answer to Life, the Universe, and Everything

It seems that two weeks ago a guy with a PhD, who basically spends most of his time snowboarding and surfing and travelling the world, filed a paper with an exceptionally simple theory of everything.

Ok, so the answer to life, the universe and everything might just not be 42, but E8...

Donnerstag, November 22, 2007

Daily Call: Werbeweste

Dring!!
Werbetanja: »Guten Tag, ich rufe an von der Firma Irgendwasmitsozial an. Wir rüsten bedürftige Schulkinder mit den so notwendigen Sicherheitswesten aus, damit diese auf ihrem Weg sicher zur Schule gelangen können.«
Ich: »Aha, na das ist schön.«
Werbetanja: »Nun gibt es für Sie die Möglichkeit die Schulkinder zu unterstützen, in dem Sie einen beliebigen Teil der Westen sponsoren.«
Ich: »Aha, ich zahle die Westen und die Kinder bekommen die kostenlos gestellt?«
Werbetanja: »Ja, zum Teil. Aber das tolle daran ist eigentlich, dass wir Ihr Firmenlogo ganz gross auf die Rückenansicht der Westen drucken und Sie so in den Regionen Ihrer Wahl Werbung für Ihr Unternehmen machen können.«
Ich: »Werbung auf dem Rücken von Schulkindern?«
Werbetanja: »Ja genau. Ist das nicht toll?«
Ich: »Ähm... nö, eigentlich eher ein bisschen asozial.«

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Specialguest Superstar

[Für den offiziellen Flyer einfach irgendwo da oben hin klicken!]

Mittwoch, November 21, 2007

Emergency is calling


When in doubt, calling the oldest best friend never fails!

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Dienstag, November 20, 2007

Der Tod und ich

Heute morgen kniete ich neben einem jungen Mann, ich schätze ihn mal auf Mitte zwanzig, der nach einem Sturz aus vier Meter Höhe eine sehr schwere Schädelfraktur hatte. Das einzige was ich für ihn tun konnte, war eine Decke zu organisieren und ihn mit meinem Stottern bei Bewusstsein zu halten. Ein Glück, denn er war nach dem Absturz bereits für tot gehalten worden. Einige Minuten später war er auf dem Weg ins Krankenhaus. Er ist niemand den ich vorher kannte, aber ich war in der Nähe als er fiel. Und deshalb warte ich seit diesem Moment auf den einen Anruf, der mir sagt ob er es geschafft hat. Auf eine Nachricht dass er jetzt endlich außer Lebensgefahr ist.

Donnerstag, November 15, 2007

It's a Dog's Life

Ok, after taking a look at THESE, I am definitely positive about my next reincarnation as a dog.

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Mittwoch, November 14, 2007

Grillkohle recycled

Ich habe soeben vor meiner Haustür den allerersten Schneemann des kommenden Winters gebaut! Das wollte ich nur grad mal los werden...

[edit] Schneemannbeweisfoto on demand:

Die Sendlinger Vandalen lassen zwar ihre Finger von herum liegenden Kickboards, aber nicht von frisch gerollten Schneemännern. Und so waren die Einzelteile meines Schneemanns am Abend bereits in der Gegend verstreut. Aber für ein Foto habe ich sie für euch nochmal zusammen gestellt. Und ja, den Kopf haben die Mistkerle einfach komplett wieder eingestampft, weshalb es jetzt auf dem Foto nur noch für einen Schrumpfkopf gelangt hat.

And the Award for best Webdesign goes to...

Please be advised that viewing the following WEBSITE may cause nausea and and/or upset stomach [edit:] and apparently blindness.

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Dienstag, November 13, 2007

Technik die begeistert: Glas

Da baut man ein Haus. Ganz solide, so mit Stahlbetonfundamenten, Stützen und Mauerwerkswänden, na eben mit diesem ganzen technischen Schnickschnack. Und dann fällt einem nach Fertigstellung doch tatsächlich auf, dass man da irgendwo vergessen hat, das fette Starkstromkabel von drinnen nach draussen zu legen. Man sitzt also mit dem Kabel in der Hand in seinem neuen Zuhause und guckt aus dem Oberlicht der Türe hinaus hinüber zum Strommasten. Nach kurzem Überlegen läuft eine viertel Stunde später das Radio in der Bude. Problem gelöst:

Eine typisch afrikanische Form der Problemlösung, dachte ich mir als ich im Hochland von Debre Berhan in Äthiopien diese recht direkte Variante der Kabelführung entdeckte. Gut, man hat vielleicht nicht immer einen Bohrer zur Hand und so richtig kalt wird es ja auch nicht. Ein Loch in der Glasscheibe ist somit ja ganz praktisch, schliesslich kann man das Kabel so prima ratzfatz austauschen oder Nachts ganz einziehen, um es sogar vor Diebstahl zu sichern.

Diese Glaseinfachkaputtschlag-Technik scheint sogar so ökonomisch zu sein, dass sie es mittlerweile als Know-How Exportschlager bis nach München (ja, das liegt noch in Europa) geschafft hat. Am letzten Sonntag bin ich in der Landeshauptstadt nämlich dieser Weiterentwicklung der Kabelverlegung im Bereich der Entlüftungstechnik begegnet:

Natürlich erkennt das geschulte Auge gleich den gekonnt rechteckigen Ausbruch als bedeutenden Unterschied zur afrikanischen Low-Tech Variante.

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Freitag, November 09, 2007

Hardcore Sitter

Aaron Fotheringham performed the first successful backflip with a wheelchair July the 13th in 2006 at the age of 14. He is one of a growing community of wheelchair skateboard athletes who are close to become head-to-head to non disabled skaters in your neighborhood funpark (the video starts with some hideous crash situations - don't mind them and keep on watching it):

YouTube DirectChairFlip

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Live aus der Personalabteilung

In meiner Branche sagt man dass es leichter ist hundert gute Ingenieure zu bekommen als nur ein einziges gutes Projekt. Dies scheint sich offensichtlich zu ändern, denn nach mehreren Jahren in denen ich zahlreiche Studenten während ihres Pflichtpraktikums betreut habe, musste ich gestern das erste mal in der 10jährigen Geschichte unserer Praktikantenstelle folgende (gekürzte) Honorarverhandlung per Email über mich ergehen lassen (alle Studenten, jetzt zuhören und aufpassen - man lernt ja nie aus!):

Tut mir leid, dass ich Sie noch mal stören muss, aber es gäbe da noch etwas: Es würde mich interessieren wie hoch ungefähr die Vergütung ausfallen würde. Es ist klar, dass die "Ausbildung" im Vordergrund steht, dennoch handelt es sich hier um einen Vollzeit-Job, der mir die Möglichkeit nimmt "nebenbei" meine Brötchen zu verdienen. Bei einem Einsatz von mindestens 20 Wochen, abzüglich 4 Wochen praxisbegleitenden Unterrichts, würde ich einen Stundenlohn von XX Euro durchaus als gerechtfertigt empfinden (natürlich kein fester Wert).
MfG Praktikant

Sehr geehrter Herr Praktikant,
einen Stundenlohn Ihrer Vorstellung können wir leider nur eingearbeiteten Werksstudenten zahlen. Die Ausbildungsbeihilfe, die wir bislang unseren Praktikanten bezahlen, liegt bei XXX Euro pro Monat (ähnlich in etwa dem Gehalt eines Auszubildenden im 2. Lehrjahr).

Mit freundlichen Grüßen Dr.Sno*

Sehr geehrter Herr Sno*,
ich bin etwas überrascht (genau genommen bin ich fast vom Stuhl gefallen) was den Gehaltssprung vom "normalen" zum "eingearbeiteten" Studenten angeht. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass die Durchschnittsvergütung meiner Kommilitonen, bei ca XXX Euro liegt. Das sind X Euro Differenz in der Stunde und somit definitiv ein harter Schlag. Klar, dass ich am Anfang nicht eingearbeitet bin, aber dennoch muss ich bisher etwas im Studium beigebracht bekommen haben, dass deutlich mehr rechtfertigt und nach ein paar Wochen müsste ich soweit auch eingearbeitet sein. Nun gut, dennoch hören wir nächste Woche voneinander
MfG Praktiant

Sehr geehrter Herr Praktikant,
kein Wunder, denn ich bin auch vom Stuhl gefallen, da Ihre Vergütungsvorstellungen für eine Ausbildungsbeihilfe in etwa dem Gehalt eines Technikers mit abgeschlossener Lehre entspricht, dessen Leistung und Verantwortung in keinem Verhältnis zu dem eines Praktikanten steht. Vermutlich ist es deshalb für Sie sinnvoller sich nach einem anderen lukrativeren Praktikumsplatz umzusehen.
Mit freundlichen Grüßen Dr.Sno*

Sehr geehrter Herr Dr.Sno*,
ich wollte Sie nicht "vergraulen", das war sicher nicht mein Ziel. Es ist nur so, dass ich bisher relativ wenig mit der Branche zu tun hatte und deshalb nicht sehr erfahren in Sachen "Gehaltsverhandlung" bin. Aber nach einer wirklich aufwändigen Recherche, Gesprächen mit anderen Studenten und vor allem anderen Ingenieurbüros hat sich dieser Wert einfach bestätigt. Es wundert mich daher, wie meine Vorstellung so von Ihrer abweichen kann. Gut, das soll jetzt keine Hindernis sein, flexibel bin ich nach wie vor, es geht schließlich um Erfahrung und ich wollte in diesen paar Monaten nicht "das große Geld" verdienen. Zusätzlich hat mich die Formulierung "eingearbeitet" verwirrt. Wie definieren Sie das Wort? Ab wann sind die Studenten die bei Ihnen arbeiten idR eingearbeitet und es wert den genannten Lohn zu erhalten? Mein Ziel ist es so gut wie möglich mitzuarbeiten und Leistung zu erbringen und meiner (möglicherweise naiven) Meinung nach sollte man nach zwei/drei Wochen soweit sein. Ich will damit keinesfalls sagen, dass ich jedes Tragwerk nachweisen kann, oder die Verantwortung eines fertigen Technikers tragen kann/darf, aber eine gewisse Kenntnis aus 2 Jahren Studium, meiner technischen Erfahrung ... + der Wissenszuwachs während dem Vierteljahr Vollzeit-Praktikum, muss doch mehr wert sein als X Euro/h brutto über 3-4 Monate hinweg? ... Nebenbei: Wie gesagt habe ich nächste Woche noch einen Termin, aber bis jetzt hat mir Ihr Büro immer noch am besten gefallen, daher wäre ich auch ohne weiteres bereit, die von Ihnen vorgeschlagene Vergütung zu akzeptieren. Sofern sie noch Interesse haben.
Hochachtungsvoll Praktikant

Donnerstag, November 08, 2007

Snowbusiness in Munich

If you happen to pass the Max-Joseph-Platz today, you could start to believe that you had missed some huge blizzard, as the place is still covered with heaps of snow...

Sadly it turns out to be the remains of a show from Willy Bogner which took place while I was shredding the real thing.

Mittwoch, November 07, 2007

Statik ist eine Pizza Diavola

Ein Pärchen sitzt in einem italienischen Restaurant. Sie scherzen miteinander und freuen sich darauf endlich mal wieder eine richtig gute Pizza essen zu können. Nachdem sie die Karte studiert haben, steht die Frau auf und bittet ihren Begleiter ihr doch eine Pizza Diavola zu bestellen, da sie sich nur kurz frisch machen möchte. Sie verschwindet auf der Damentoilette und noch während ihr Begleiter ihr nach sieht kommt auch schon der Ober an den Tisch um die Bestellung aufzunehmen.

»Eine Pizza Regina für mich und für die Dame bitte eine Pizza Diavola.«

Kurze Zeit später kommt die Frau zurück an den Tisch und nach einem kurzen Plausch wird auch schon die Pizza serviert. Schön scharf und hauchdünn, genauso wie sie es gerne hat. Schnell ist der Teller leer gegessen, doch trotz des guten Essens scheint der Abend nicht so gut zu laufen. Die beiden diskutieren über Nichtigkeiten und am Ende bedauert ihr Begleiter sich auf diesen Abend überhaupt eingelassen zu haben.


Ein Wink an den Ober und er eilt zu ihnen um die Rechnung zusammen zu stellen.

»Zusammen oder getrennt?«

Der genervte Begleiter will getrennte Rechnungen. Soll sie doch ihren Anteil selbst bezahlen. Und so wendet sich der Ober an die Dame um ihr die Pizza Diavola in Rechnung zu stellen.

»Wieso soll ich die Pizza Diavola bezahlen? Ich habe doch bei ihnen gar keine Pizza bestellt?«

Der Ober deutet auf ihren Begleiter, der die Pizza für sie bestellt hatte und nun mit verschränkten Armen da sitzt und die Szene beobachtet.

»Na, mein Begleiter kann ja nicht einfach eine Pizza Diavola für mich bestellen. Dafür hat er von mir ja schliesslich auch keine schriftliche Vollmacht.«

[ich glaub ich geh jetzt Pizza essen!]

Dienstag, November 06, 2007

Gunmen without hats


I thought some caps were kinda scary anyway!

Kindergarten Deluxe

Wenn man sich auf die Suche nach einer Immobilie macht, bekommt man zu allererst gesagt, dass man vor dem Kauf auf drei Dinge achten sollte: Die Lage, die Lage und die Lage, was mittlerweile meiner Meinung nach nicht wirklich ausreichend ist.

Nehmen wir als Beispiel jene fünf Jahre alte Doppelhaushälfte, in der ich kürzlich noch herum stehen durfte. Die Lage in Grünwald gehört wohl mitunter zu den besten die es rund um München so zu haben gibt. Die Isar ist in greifbarer Nähe, per Trambahn ist man schnell in der Maximilianstrasse und selbst in der Hauptschule beschränkt sich der Ausländeranteil allein auf die Gattin des Hausmeisters. Auch die Lage im Ort ist wie für den anspruchsvollen Saubermann gemacht. Weitab von der lärmenden Hauptstrasse und doch in angenehmer Nähe zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Haus selbst liegt schön umwachsen in fast schon perfekter Süd-West-Ausrichtung und wenn man sich oben auf den Balkon setzt, könnte man den Blick auf ein imposantes Alpenpanorama geniessen.

»Könnte«, denn genutzt wird der Balkon hier lediglich um den Nachbarn zu ärgern. Und so steht auf dem sonnigsten Platz eine wetterfeste Kamera, die alles filmt was sich an vorderster Front (dem Gartenzaun) so abspielt. Jede freie Fläche zwischen den beiden Doppelhaushälften ist mit drei Meter hohen Zäunen abgeriegelt. Vorhandene brüstungshohe Mäuerchen wurden auf Berliner Mauer Niveau aufgestockt. Doch bevor man oben drauf den Stacheldraht und die Selbstschussanlagen installieren konnte, schritt das Gericht ein und schickte mich als Sachverständigen zur technischen Schlichtung. Ein echtes Himmelfahrtskommando.

Von den Bewohnern der beiden Häuser bekomme ich kaum etwas mit. Beide Parteien haben nur ihre Anwälte vorgeschickt, während sie selbst hinter Vorhängen zusehen was geschieht (»Eher lasse ich mich erschiessen als dass ich dem sein Grundstück betrete!«). Gut, denke ich mir, dann bleibt der ganze Ortstermin wenigstens sachlich. Als der zweite Anwalt mit zehn Minuten Verspätung eintrifft und ich ihn begrüssen möchte, legt der erste Anwalt jedoch schon los: »Hatten wir nicht 16 Uhr ausgemacht? Zahlen Sie mir jetzt den Verdienstausfall für meine Wartezeit, Herr Kollege?«. Darauf beugt sich der zweite Anwalt zu mir und flüstert mir zu: »Ist der wieder betrunken? Der hat mich vor Gericht schon mit einer Alkoholfahne angesprochen und mich danach mit seinem fetten Bauch geschubst!«. Ich mache ein paar Fotos und vermesse das auf- und danach wieder abgebaute Mäuerchen als sich die Tür öffnet und Anwalt Nr.1 zu seinem Mandanten gewunken wird. »Zeigen Sie ihm auch den Riss an der Seite, wo er immer seine ständig übergossenen Pflanzkübel stehen hat!« schreit jemand von nebenan durchs gekippte Fenster. Anwalt 2 nutzt die Abwesenheit mich über das bösartige Giessverhalten des Gegners aufzuklären. Doch nicht lange. »Lenken Sie den Sachverständigen nicht von der Beweissicherung ab, Sie Winkeladvokat«. Darauf Anwalt Nr.1 »Von Ihnen lasse ich mir gar nichts sagen! Halten Sie lieber Ihr Maul.« Und schon beginnen die beiden Herren Volljuristen (einer davon mit schmuckem Doktortitel) sich vor meinen Augen zunächst abzudrängen und dann tatsächlich zu schubsen. »Vielleicht schauen wir uns einfach noch die neuen Fundamente des neuen Gartenzauns an.« versuche ich auf ein anderes Thema zu lenken und husche in den Garten, in der Hoffnung nun wenigstens nicht die erste Faust in die Fresse zu bekommen.

»Haben die Herren Schaufeln dabei?« frage ich die beiden, die sich schon gegenseitig an Ihren Anzügen gepackt haben. »Nein, wozu?«. »Na, Ihre Parteien werden schon Schaufeln haben, denn wie soll ich die Fundamente beurteilen, wenn diese mit Erde verdeckt sind. Und Sie wissen ja, ich darf bei den Parteien nur erlaubte, zerstörungsfreie Untersuchungen eigenhändig durchführen...«. Dies gesagt, öffnen sich links und rechts vom Gartenzaun die Fenster und den beiden Rechtsanwälten wird von der jeweiligen Mandantschaft wortlos Grabuntensil ausgehändigt. »Was man als Anwalt nicht alles tun muss...«

Und das für einen Schaden von maximal 800 Euro. Ihr seht also, es ist definitiv: Lage, Lage, Lage und dazu die Nachbarschaft!

Montag, November 05, 2007

Return of the Sno*


A lot of fresh snow, brilliant blue skies and a good company. No wonder it took me a twisted knee to get back to work today...

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