Never trust your Hausverwaltung
Da ist also irgendwer, der baut so alte Industriegebäude in schickimickige Wow-da-schau-her Lofts um. Natürlich möglichst
Dumm halt nur, dass sich auf der alten Nähmaschinenfabrik früher nur der Schnee tummeln durfte und die damaligen Erbauer bestimmt nicht damit gerechnet haben, dass irgendwann mal ein zugereister Schnösel dort oben seine fünfmal so schweren Loungeblumenkübel in einem ansprechendem Arrangement drapieren möchte. »Passt scho« sagt der Statiker des Bauträgers und macht plötzlich so ein seltsames Gesicht, als ob er sich auf etwas langes hartes gesetzt, und dabei einen festen Klapps auf seinen Hinterkopf erhalten hätte. Kein Wunder, denn soeben bin ich als Fachmann entlarvt worden und von meiner Auftraggeberin vorgestellt worden. »Damit hier kein Schmarrn verzapft wird«.
Fünf Minuten später hat er es ja »immer schon gesagt« dass es nicht passt, die Dachterrasse ist keine Dachterrasse mehr und überhaupt hätten die Eigentümer das ja alles gewusst. Die Berechnung hat sich in Luft aufgelöst (übrigens auch die, mit der er zu Beginn noch triumphalisch herum gewedelt hatte) und eine Mehrheitsentscheidung zur Klage gegen den Bauträger so gut wie sicher.
Abstimmung. Fein. Gegenstimmen nur die Hausverwaltung (die im übrigen auch der gleichen Unternehmensgruppe angehört wie der Bauträger). Beschluss wird vorgelesen: »Für den Antrag stimmmten von 11 Stimmberechtigten, fünf dafür, einer dagegen und keiner Enthaltung...« Äh Moment mal. Auf Anfrage ob denn nochmal alle die dafür sind, die Hand heben könnten, wurden von der WEG und mir aber 8 Stimmen gezählt. Na sowas. Aber bei all dem Pfusch, verzählen wird man sich doch wohl noch dürfen, oder?








