Das Pepsi-Regime
Ok, ihr habt euch sicherlich gedacht: Trinken wir halt jetzt keine Coke mehr - trinken wir eben nur noch Pepsi. Schliesslich will ja keiner dass irgend ein Gewerkschaftsmitglied verschleppt wird (obwohl ich bei dem ein oder anderen VERDI Mitglied sicherlich eine Ausnahme machen wuerde). Was liegt also fuer Freunde der dunklen Brause naeher, als auf die altbekannte Konkurrenz auszuweichen?
Doch mit dem Genuss von Pepsi macht man sich zumindest hier in Aethiopien keine echten Freunde, denn Pepsi wird hierzulande von dem ehemaligen Volksheld Scheich Al'Amudin unter das Volk geschuettet. Wobei die Betonung hier auf "ehemalig" liegt.
Al'Amudin gewann die Herzen der Aethiopier als er den Africans Cup im Fussball nach Addis Ababa holte und dies mit Pepsi-Dollars sponsorte. Eine Art afrikanischer Beckenbauer sozusagen. Nur eben zugleich auch Grossindustieller dessen Konterfeit schnell Plakate und Taxis mit dem Volkswunsch "Long live Al'Amudin" zierte. Bis, ja bis der Premierminister Meles Zenaw die fixe Idee hatte, dass er bei einer echten demokratischen Wahl wieder gewaehlt wuerde.

Dies war zwar scheinbar nicht der Fall, was aber keine echten Folgen fuer ihn hatte. Er blieb froehlich im Amt, die Opposition jedoch ging direkt in den Knast (ging nicht ueber Los und zog keine 2.000 Birr ein). Al'Amudin allerdings zog sich den Zorn der Bevoelkerung zu, da er offen die regierung unterstuetzte und selbst nicht davor zurueck schreckte kurz vor den Wahlen mit Meles Zenawe T-Shirt herum zu huepfen. Aber ich kann euch beruhigen, das minerlawasser hier ist noch politisch korrekt und schmeckt ueberdies auch noch saulecker...
Doch mit dem Genuss von Pepsi macht man sich zumindest hier in Aethiopien keine echten Freunde, denn Pepsi wird hierzulande von dem ehemaligen Volksheld Scheich Al'Amudin unter das Volk geschuettet. Wobei die Betonung hier auf "ehemalig" liegt.
Al'Amudin gewann die Herzen der Aethiopier als er den Africans Cup im Fussball nach Addis Ababa holte und dies mit Pepsi-Dollars sponsorte. Eine Art afrikanischer Beckenbauer sozusagen. Nur eben zugleich auch Grossindustieller dessen Konterfeit schnell Plakate und Taxis mit dem Volkswunsch "Long live Al'Amudin" zierte. Bis, ja bis der Premierminister Meles Zenaw die fixe Idee hatte, dass er bei einer echten demokratischen Wahl wieder gewaehlt wuerde.

Dies war zwar scheinbar nicht der Fall, was aber keine echten Folgen fuer ihn hatte. Er blieb froehlich im Amt, die Opposition jedoch ging direkt in den Knast (ging nicht ueber Los und zog keine 2.000 Birr ein). Al'Amudin allerdings zog sich den Zorn der Bevoelkerung zu, da er offen die regierung unterstuetzte und selbst nicht davor zurueck schreckte kurz vor den Wahlen mit Meles Zenawe T-Shirt herum zu huepfen. Aber ich kann euch beruhigen, das minerlawasser hier ist noch politisch korrekt und schmeckt ueberdies auch noch saulecker...
Labels: Daily Travel


7 Comments:
...wahnsinns foto freu mich auf mehr...
und der himmel sieht fast so aus wie hier
viel erfolg weiterhin
Das Foto ist doch aus Wanne Eickel! Und überdies ist Mineralwasser eh gesünder, aber interessante Geschichte.
Ich genieße gerade das Bild bei einem Schluck leckeren Mineralwasser.
Mineralwasser .. leicht perlig,prickelnd mild... :-)
sehr beeindruckendes bild
Also ich bezweifel ja schon, ob überhaupt noch das Leitungswasser politisch korrekt sein kann, daher gebe ich auf political correctness was meine Getränkeauswahl angeht schon lange nichts mehr. Aber inetressant zu sehen, dass Pepsi auch nicht ganz so sauber im Vergleich zu Coca-Cola dastehen wie sie immer tun.
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