Jäger der verlorenen Schnäppchen
Bislang war ich immer der Auffassung, ich hätte eine große Wohnung. Massig Platz für Gäste und so viel Raum, dass ich so einige Rollsportgeräte direkt in meinem Wohnzimmer ausprobieren konnte. In meinem Keller breitete sich eine solche gähnende Leere aus, dass die Nachbarn schon ab und zu klingelten, nur um zu sehen »ob da überhaupt noch jemand wohne«.
Aber das alles ist längst Geschichte. Längst ist mein Keller so voll, dass es nach Öffnen der Kellertür geschätzte dreissig Minuten Umschichten von Klamotten dauert bis ich selbige miteinem kräftigen Tritt viel Gefühl wieder ins Schloss fummeln kann. An Gegenstände, die sich mehr als einen Meter vom Eingang entfernt befinden kommt man ohnehin nicht mehr heran. Sollte ich doch einmal etwas aus der hintersten Ecke benötigen, scheint es mir einfacher das Schloss meines Abteilnachbarn zu knacken und einfach von dort aus meine Sachen heraus zu angeln.
Manche werden sich jetzt sicher fragen ob ich kurzerhand beschlossen habe eine zehnköpfige Familie aus Armenien aufzunehmen, ob ich über Nacht zum Instantmessy mutiert bin oder ob ich einfach nur ausprobieren möchte ob mein gesamtes Hab&Gut in den kleinen Keller passt.
Alles völlig falsch und ganz ehrlich, ich hätte selber auch nicht mit diesem ausgesprochenen Platzbedarf gerechnet, aber ich hatte ja auch keine Ahnung welchen Einfluss Antikmärkte auf einen haben können. Die Tatsache, dass man unverhältnismäßig schönere Möbel für einen günstigeren Preis erhandeln kann, lässt einen am Geisteszustand jedes Schwedenmöbelkunden zweifeln. Noch dazu zumal mit etwas Glück die guten Stücke hier schon seit über hundert Jahren zusammengebastelt wurden und einem so die handwerkliche Unfähigkeitsbescheinigung beim selber schrauben erspart bleibt.
Und so standen wir heute schon vor Stuhl Nummer 18 (in Worten: »Achtzehn«). Natürlich ein Traum. Natürlich unglaublich günstig. Natürlich absolut gar kein Platz dafür zu Hause. Und hätte mir nicht einer der sich wirklich damit auskennt zum Kauf geraten, ich schwöre, ich wäre diesmal dem schrecklichen Antikschnäppchenzwang nicht erlegen. Ich hätte das riesen Teil nicht in mühsamer Kleinstarbeit in den ohnehin kaum vorhandenen Stauraum meines Autos gefaltet, und auch nicht die Höllenqualen auf mich genommen, einen wenig benutztes Möbel für den neuen Thron in den Keller des Schreckens zu zaubern (was mich geschlagene zwei Stunden und unquantifizierbare Nerven kostete).

Danke Don Alphonso!
Aber das alles ist längst Geschichte. Längst ist mein Keller so voll, dass es nach Öffnen der Kellertür geschätzte dreissig Minuten Umschichten von Klamotten dauert bis ich selbige mit
Manche werden sich jetzt sicher fragen ob ich kurzerhand beschlossen habe eine zehnköpfige Familie aus Armenien aufzunehmen, ob ich über Nacht zum Instantmessy mutiert bin oder ob ich einfach nur ausprobieren möchte ob mein gesamtes Hab&Gut in den kleinen Keller passt.
Alles völlig falsch und ganz ehrlich, ich hätte selber auch nicht mit diesem ausgesprochenen Platzbedarf gerechnet, aber ich hatte ja auch keine Ahnung welchen Einfluss Antikmärkte auf einen haben können. Die Tatsache, dass man unverhältnismäßig schönere Möbel für einen günstigeren Preis erhandeln kann, lässt einen am Geisteszustand jedes Schwedenmöbelkunden zweifeln. Noch dazu zumal mit etwas Glück die guten Stücke hier schon seit über hundert Jahren zusammengebastelt wurden und einem so die handwerkliche Unfähigkeitsbescheinigung beim selber schrauben erspart bleibt.
Und so standen wir heute schon vor Stuhl Nummer 18 (in Worten: »Achtzehn«). Natürlich ein Traum. Natürlich unglaublich günstig. Natürlich absolut gar kein Platz dafür zu Hause. Und hätte mir nicht einer der sich wirklich damit auskennt zum Kauf geraten, ich schwöre, ich wäre diesmal dem schrecklichen Antikschnäppchenzwang nicht erlegen. Ich hätte das riesen Teil nicht in mühsamer Kleinstarbeit in den ohnehin kaum vorhandenen Stauraum meines Autos gefaltet, und auch nicht die Höllenqualen auf mich genommen, einen wenig benutztes Möbel für den neuen Thron in den Keller des Schreckens zu zaubern (was mich geschlagene zwei Stunden und unquantifizierbare Nerven kostete).

Danke Don Alphonso!


13 Comments:
Bilder! Bilder! Wir alle wollen Bilder vom Thron!
Wenn ich nur den Hund aus dem Stuhl kriegen würde...
und Du bist ihm doch erlegen....!! Das beste was ich Euch raten kann ist ein Umzug in eine grössere Wohnung oder in ein Haus und dann finden alle wunderbar gesammelten Gegenstände einen gerechten Platz und vielleicht noch ein grösseres Auto um all die wunderschönen Dinge auch wirklich fachgerecht transportieren zu können - Ein König benötigt selbtstverständlich einmal im Leben einen Thron!! Gratulation :))
Als erstes kommt der Kellerinhalt auf den Flohmarkt. Das ist eh längst fällig und erst wenn der dann wieder voll ist lass ich mir ws von Umzug erzählen.
Und das Auto als beschränkende Randbedingung war doch wirklich sinnvoll!
...dann treffen wir uns wohl demnächst auf dem Flohmarkt....ich bin auch gerade dabei mich von Dingen zu trennen, die nun wirklich nicht noch länger rumliegen sollten. Daglfing bietet sich ja an:))
Dein Hund?
jetzt irgendwie ja
Hast also den Hund gleich mitgekauft?
Als königlichen Wachhund und Fusswärmer?! Praktisch.
schöner Stuhl.
Nein nein, der Hund durfte mit aussuchen...
Der Hund hat auf den Thron gestuhlt?
Pfui.
Du jetzt also auch so ein oller Antiquitätenjupp? :)
Ja mei, Hund sans scho...
Nun ja, war ich doch schon immer - ich sag nur Tempur.
Ach ja! :)
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