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Dienstag, Oktober 31, 2006

Die Keine Bloglesung

Der Horror an Halloween ging ja heute schon recht früh los bei mir. Da will ich meinen Flug nach Vilnius buchen und muss mit Schrecken feststellen, dass die Hauptstadt Litauens (die angeblich überall mit WLAN für umsonst ausgestattet ist) wohl das Larnaka des Ostens ist. Also zumindest Anreisetechnisch. Fast sieben Stunden! Und das ist nicht die billigste, sondern die schnellste Verbindung. (Kein Wunder also dass die überall WLAN haben, die sind ja quasi in ihrer eigenen Stadt gefangen). Vor dem selbstmörderisch kurz geplanten Umsteigen in Frankfurt und Warschau graut es mir natürlich jetzt schon...

Und damit es nicht nur mir graut haben sich zwei der schönsten und bekanntesten Blogger Münchens eine Überraschung ausgedacht. Welche, wie kann es auch anders sein, wieder mal ich ausbaden darf. Aber natürlich könnt ihr auch was von meiner Gänsehaut abhaben und mir heute Abend im Priveé zuhören. Und das, nachdem ich selbst erst gestern so ein Blutbad in meinem Vorlesungsveriss angerichtet habe. Oh weh... die Geister die ich rief.

Und es wirkt! Ich hab jetzt schon a bisserl Schiss...

Delta Stick -5 on Cleverness

Nomak assigned me for this, but I am sure he is innocent. So don't blame him (or even me!) for the following, extremely enlightening questions & answers:

1. What makes a Blogger an Alphablogger to you?
Seriously? I regard this term as totally stupid and pointless and regard people using words like that as highly suspicious.

2. What do you wish for yourself and your Blog?
Nothing! C'mon, this is just a life journal not a students project!

3. What kind of book are you reading right now?
The Building Codes of the Phillipines. And why do I get the feeling that this blog-stick is not really following any consequent theme?

4. What was the last DVD in your player?
The Curse of the Were-Rabbit. And who is interested to know this stuff anyway?

5. Which is your favourite book and why?
Dirk Gently's Holistic Detective Agency from Douglas Adams, because I've read it five times already and did not yet catch the solution at the end.

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Montag, Oktober 30, 2006

Blogvorlesung

Also ich fand ja so Bloglesungen schon immer ziemlich schwul bescheuert.

Das liegt zum einen schonmal daran, dass ich einfach Leuten, die etwas grottenschlecht nicht ganz so toll vorlesen nicht mehr als fünf Minuten zuhören kann. Ging mir schon in der Schule so. Geht nicht. Sorry. Irgendwann fang ich an die »Ähs« zu zählen, oder die Verlesefehler nach den Anfangsbuchstaben der falsch gelesenen Worte zu sortieren. Und da ist es doch klar, dass ich vom Text kaum noch was mitbekomme. So überbombastisch genial der dann auch sein mag. Schlecht gelesen ist der dann einfach scheisse. Punkt.

Aber was soll's. Hab ich mir gedacht, und habe ein paar Freunde gezwungen mit mir auf die Jetzt-Bloglesung ins, oha nobel, Literaturhaus zu gehen. Ich hab bei den absolut spassfreien Eintrittszicken acht Euro hingeblättert (so finanziert die SZ offenbar ihre Stipendien!) und mich möglichst weit vom Gestank der chinesischen Gulaschkanone platziert.

Ich hab mir wirre Texte angehört bei denen ich selbst unter hoher Konzentration nicht kapiert habe ob die sich immer wiederholenden Wörter nun Personennamen oder Orte oder einfach nur zum Spass waren. Ich hab mir !mehrere! Youtube-Musikvideos angesehen (stellt man die nicht normalerweise in sein Blog wenn man grad keinen Bock hat was zu schreiben?!?). Ich hab mir von einem Typen aus Leipzig vorlesen lassen was für soldatische Fremdenhasser in München doch sind, weil die selbst Nichtbayern mit sowas perversem wie »Grüss Gott!« begrüssen (wirklich eine super Auswahl genau diese Nummer dem Münchner Publikum darzubieten). Und mir eine geschlagene Dreiviertelstunde von einem Linux-Greenpeace-Hyperaktivisten in ekstatischer Euphorie seine Sichtweise auf das Böse in der Welt indoktrinieren lassen. Na Bravo!

Zum Glück gab's mit Nilz aber noch einen echten Lichtblick. Klar bin ich da total und sowas von voreingenommen, aber an der Reaktion des Publikums war wohl jedem klar, dass das nun endlich Unterhaltung war. Wer weiss? Vielleicht wären die Texte der anderen weniger monoton auch so rüber gekommen? Vielleicht hätten die ihre Dinger vorher ein zwei mal durchlesen sollen?

Aber vielleicht war ich eben einfach nur die komplett falsche Zielgruppe...

[edit:]
oder auch nicht siehe
Caliban, Abspannsitzenbleiber, Es lebe das Laster und Münchenblogger

Donnerstag, Oktober 26, 2006

No Sense and Serendipity

I was annoyed. No wait. Actually I was angry. After one month of traveling through Europe, I had not talked to anybody else except my best friend. Ok, at first this was more than alright with me, since I felt kinda shy in practicing a language in which I did not feel safe talking. And obviously my friend had a total lack of this dislike. Or maybe he just never felt embarrassed? I didn't know. In fact I did not care. On our journey he had collected addresses from people all over Europe while I was standing next to him grinning like some inbred idiot.

Right now, he had met some guys from the US and they went off to throw some hoops. Not that I was that hot on playing basketball, but the fact that my friend did not even care to ask me to join them really pissed me off.

So I was sitting at one of those wrenched wooden tables wasting some time by scribbling angry faces on some pieces of paper. At least until a good looking girl joined me at my table. I looked up. She smiled briefly and then started to write some postcards. All my anger about my disability during the last four weeks boiled deep inside of me. I somehow had to break that spell and finally dared to speak in a foreign language. No matter how stupid it would sound and how much of a fool I would turn myself into...

»Hey, you from English?«

After that she stayed two months at my parents place. We visited each other regularly. Her parents became my second family. And 12 years later I was the best man at her wedding...

No doubt, crossing a language border can change lives.

Mittwoch, Oktober 25, 2006

Voll im Fön

Ich war heute wieder mal auf einer meiner höchstgelegensten Baustellen unterwegs und habe die Zeit, in der mir unwichtiges Zeugs erzählt wurde, dazu genutzt mir (wie immer wenn ich hier bin) München von oben anzugucken. Wenn es dann auch noch nen fetten Fön hat, wie heute, ist das natürlich ganz besonders toll.



Da vorn die Strasse runter pilgern ja nur Touristen und Umlandmünchner herum. Zumindest bis vor zu meiner Lieblingskirche. Welche ich im übrigen noch nie von innen gesehen habe. Das ist aber auch egal, denn eigentlich finde ich die nur deswegen so schön, weil sie ganz toll die Farbe wechselt wenn die Sonne untergeht. Banal, ich weiss, aber ich steh dazu.

Danach geht's vorbei an den ganzen Gelackten bis zu meiner Office, die man von hier natürlich nicht mehr sehen kann. Kein Wunder, denn selbst Leute die mich suchen, finden die oft nicht. Die stehen dann vor meinem Schaufenster rum, richten sich die Haare (oder schlimmeres) und laufen suchend weiter. Das sorgt natürlich hier immer wieder für eine gewisse Heiterkeit.

Von dort radel ich dann zum Hockey spielen zur Flosslände rüber. (Mist, ich hab heut mein Hockeyzeug vergessen) Na egal, denn bald geht's sowieso wieder nach der Arbeit Richtung Berge um noch ein, zwei Stunden bei Flutlicht das Snowboard zu strapazieren.

Ach ja. Scho schee hier...

Dienstag, Oktober 24, 2006

Daily Link: Forget Google

Because THIS is the sexiest search engine alive on the internet!

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Montag, Oktober 23, 2006

Mein Holzweg

So jetzt ist es raus. War klar, dass ich es nicht ewig vor euch verheimlichen hätte können. Aber ich bin entlarvt. Enttarnt. Total aufgeflogen. Naja, fast zumindest.

Klar, das Abitur war nicht wirklich eine Herausforderung für mich. Das Studium schon gar nicht. Ging quasi alles mit links. Und die Dissertation? Kinderfasching. Könnt ihr euch ja denken. Leider gibt's allein mit tollem Diplom und Titel (für alle Klugscheisser: ich weiss, es ist eigentlich ein akademischer Grad) noch nicht direkt die Kohle monatlich vom Staat, also muss selbst so ein offensichtliches Genie wie ich arbeiten. Ja ihr habt richtig gehört und ja, ich find's auch schlimm! Trotzdem halb so wild, schliesslich musste ich mich nie irgendwo bewerben. Obwohl ich das durchaus gern mal gemacht hätte. Naja, vielleicht mach ich das mal während nem Managerseminar als Rollenspiel oder so. Oder auch nicht. Denn natürlich bin ich hier in leitender Position. Ach was sag ich, ich bin der Chef persönlich. Ihr habt doch da jetzt nicht was anderes erwartet? Eben. Was dabei rausspringt muss ich euch jedenfalls verschweigen, denn mein Steuerberater hat mir dazu geraten hier besser nicht über mein Jahreseinkommen zu sprechen. Ihr versteht, Feind liest mit.

Ach ja und nen Pool für das Haus in Italien will ich auch. Einen neuen zumindest. Der alte ist nämlich echt scheisse.

[edit: bin aber trotzdem ne coole Sau weil ich HipHop höre und Snowboard fahre]

Daily Celebrity: Crocodile Hunter

A few weeks after his death, I stumpled over the very last pictures of Steve Irwin (stingray included) .

Freitag, Oktober 20, 2006

Katholische Rückführung

Konform dem Reichskonkordat von 1933 zwischen Hitler und der katholischen Kirche zahle ich ja brav Kirchensteuer. Wofür ist mir etwas schleierhaft, da ein Grossteil der Kosten der von mir sanierten Kirchgemäuer ohnehin aus den Kassen der guten alten Landeshauptstadt bezahlt werden (ok, sind auch irgendwo wieder meine Steuergelder).

Jedenfalls habe ich heute mal so überschlagen wie viel Kohle da im Laufe der Jahre so gen Vatikan geflossen ist und bin auf folgendes Resultat gekommen:

Mir gehören zum jetzigen Zeitpunkt

● Ein Altar nebst Kerzenhaltern und Altartuch
● sowie vier Bankreihen und (jetzt kommt der Hammer)
● ein Beichtstuhl, leicht renovierungsbedürftig

Nachdem so ein Ding gerade ganz gut in meiner Wohnung Platz finden würde, überlege ich nun aus welcher Kirche ich mir einen rausschrauben werde. Mein momentaner Favorit steht in der Asamkirche in der Sendlingerstrasse, denn ich bin mir sicher dass die wild fotografierenden Japaner und die Kaufsüchtigen, die sich nur in der Tür zum Quicksilver-Store geirrt haben, das Teil nicht vermissen würden.

Daily Shopping: Celebrity Mugshots

Ok, when I saw this, I thought that Madonna finally got into some domestic violence about her Kabbala stuff. Then I realised it's all shopped. Anyway, some of These Pictures feel pretty real and I doubt it is just the good photoshop work that creates this impression...

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Mittwoch, Oktober 18, 2006

Ein Strauss ist ein Strauss ist ein Strauss

Neulich war ich im Zoo. Also im Tierpark meine ich. Na eben dort wo die vielen verschiedenen ausländischen Viecher in fast artgerechten bunt gefliesten Riesenterrarien sitzen. Und die guckt man sich dann an. Ich und gefühlte 10.000 andere Menschen.

Im Grunde ist so ein Zoo ja eine schöne Sache. Man kann den Rotzlöffeln zum Beispiel mal zeigen dass Nilpferde eben nicht mit Baströckchen durch Madagaskar hoppeln und dabei Operetten zum Besten geben. Oder man lernt wo einem das ein oder andere Getier (sofern ohnehin noch nicht ausgestorben) so über den Weg laufen kann. Dass heisst zumindest fast.

Es stehen zwar überall gut lesbare Schilder zu den einzelnen Tieren, aber dass stört hier keinen Erwachsenen zu jedem Vogel, der größer als der eigene Haushund ist, »Guck mal, ein Vogel Strauss!« zu sagen. Gut, der Strauss steht halt zwischen Känguruhs im Australiengehege und ist ein Emu. Aber egal. Schliesslich geht der Nandu drüben im Südamerikabereich auch als Vogel Strauss durch. Und die Tüpfelhyäne wird kurzerhand als »lustiger WauWau« vorgestellt. Irgendwie schade, denn vom lustigen Hund sind die Amateurornithologen dann doch so abgelenkt, dass sie gar nicht merken, wer ihnen da gerade fast über die Schulter schaut. Direkt im Gehege neben an steht er nämlich. Der echte Vogel Strauss.

Dienstag, Oktober 17, 2006

Daily Link: Illegal Link?

No idea if this is legal. But with this link http://tvlinks.50webs.com/ you can watch some of my favourite TV series without having to live in the US.

[edit]
The site seems to be down and can now be found on www.moviefucker.com

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Montag, Oktober 16, 2006

Vom Leben und fast Sterben

Letzten Samstag war ich auf einem Krankenbesuch. Das ist nun seit letztem Jahr für mich eigentlich nichts besonderes mehr. Mittlerweile kenne ich von Besuchswegen die verschiedensten Krankenhäuser sowie deren diverses angriffslustiges Pflegepersonal. Harlachinger, Sanaklinik, Bad Aibling, Rotkreuzkrankenhaus und Müller Klinik. You name them.

Diesmal aber ging es ins Schwabinger Krankenhaus. Und ich muss zugeben, dass es für mich schon ein wirklich seltsames Gefühl war. Denn in dem alten Bau, der links gleich neben der Pforte zwischen den gelb gewordenen Ahorn Bäumen steht, bin ich auf die Welt gekommen. Das Schwabinger war damals wohl ziemlich super. Sagt zumindest meine Mutter. Alles lief glatt und ich kann mich auch wirklich an keinerlei Komplikationen erinnern.

Zweihundert Meter weiter komme ich an dem Gebäude vorbei in dem sich die Innere für Kinder befindet. Hier lag ich nach meiner Geburt dann ein zweites Mal. Dreizehn Jahre später. Mit 42° Fieber und Genickstarre, was mir im Grunde nichts ausmachte, da ich sowieso schon komplett weggetreten war. Die Meningitis, die ich hatte, war bereits soweit fortgeschritten, dass die Ärzte meine Eltern auf meinen Exitus vorbereiteten. Im besten Falle erhofften sie sich schwere Spätfolgen. Je nachdem wie das Penicillin eben bei mir anschlagen würde.

Zwei Gebäude weiter steht zwischen trist wirkenden Häuserblöcken die kleine Kapelle des Krankenhauses. Hier verbrachte meine Mutter damals jeden Tag viel Zeit. Nicht zu einer Messe (schliesslich war meine Familie schon seit jeher ein multikulturreligiöser semi-heidnischer Patchwork-Haufen), sondern um allein für diese Situation Kraft zu finden. Zwei Wochen lang. Danach war klar, dass ich genesen und diese Tatsache fast schon ein medizinisches Wunder darstellen würde.

Natürlich war es nicht leicht das richtige Zimmer in diesen leicht herunter gekommenen Fluren zu finden. Und natürlich war die angegraute Hyäne Schwester, auf die ich am Samstag stiess, so haarsträubend unverschämt zu mir, dass selbst ich zu sprachlos war, um ihr mit einen schlagfertigen Spruch zu erwidern. Nun hätte ich mich natürlich über die Missstände in illustrativer Art und Weise lautstark empören können, aber ganz ehrlich: Die haben mir immerhin zweimal das Leben geschenkt, da kann selbst ich auch mal mein Maul halten.

Sonntag, Oktober 15, 2006

Daily Celebrity: Bouncing Beyoncé

Checking out Beyoncé Knowles latest dancefloor acrobatics, I`m get the impression that the craze about Breakdance will return.

[edit: link exchanged - Thx Kerstin]

Donnerstag, Oktober 12, 2006

Happy Birthday!

Ich hab ja meist kein Problem ohne Einladung auf irgend einer Party aufzukreuzen. Wenn andere dann zögerlich werden, fällt es mir meist schwer diese Hemmungen überhaupt nachzuvollziehen. Und das, trotz meiner von Grund auf durchaus spiessigen Einstellungen.

So habe ich mich also letztes Jahr spontan zu solch einer Feier eingeladen. Also ich mich selber. Naja, ihr wisst schon: Wenn man nicht alles selber macht... Jedenfalls war es eine dieser kleineren Geburtstagsfeiern mit lauter Leuten, die sich untereinander scheinbar schon mindestens eine halbe Ewigkeit lang kennen. Gut, mag sein dass mir das nur deswegen so vor kam, weil ich dort überhaupt keinen kannte. Also niemanden. Nicht einmal das Geburtstagskind.

Ich schneite also so gegen 23 Uhr dort rein (wobei ich dazu sagen muss, dass ich nicht einmal wusste ob ich das richtige Lokal angesteuert hatte) und wurde gleich herzlich begrüsst. Was soll ich sagen? Ich durfte feststellen dass die beiden, die ich nur ein ganz klein wenig durch das Lesen in ihren Blogs kannte, sich als wirklich tolle Menschen heraus stellten.

Gegangen bin ich dann so um halb vier. Und gewonnen hatte ich zwei Freunde die ich nicht mehr in meinem Leben missen möchte. Einer von beiden feiert übrigens heute wieder seinen Geburtstag. Nur diesmal bin ich sogar eingeladen...

Mittwoch, Oktober 11, 2006

Daily Wasndas [03]


[Find the answer in the comments]

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Daily Link: Internetz am Telefon

Also den alten Hut hatte ich ja nun schon länger. Genau, ich meine, Internet in meinem Mobiltelefon. Hat mich nicht sonderlich gestört, ausser dass sich ab und zu, genauer gesagt, wenn ich mal wieder ohne Tastatursperre auf dem Ding gesessen war, irgendwelche Tit†enbilder bunte Werbung auf meinem Display wiederfand.

War aber wurscht, weil ich mir sowieso so eine Flatrate andrehen hab lassen: »Sie kennen das doch, die kommen aus Versehen auf die ein oder andere Taste und dann zahlen sie für Sachen, die Sie nicht haben wollten« Gut ok, fünf Euro mehr im Monat. Soll mir recht sein. Wer will schliesslich schon für etwas bezahlen was er gar nicht haben will?

Kurz gesagt, das Internetz mit dem Mobiltelefon wollte ich nicht nutzen. Aber ich könnte es, nachdem ich nun ja schon mal dafür zahle. Und da ich von Sebi den Tipp bekommen hatte ICQ übers Mobiltelefon laufen zu lassen, habe ich genau das doch gleich mal ausprobiert:

Einfach wap.tjat.com ins Funkofon getippt, Benutzer-ID und Passwort mühsam ergänzt. Und mich kurz darüber geärgert, dass ich ein wirklich extrem Mobiltelefontastatur unfreundliches Kennwort besitze (besonders toll: Gross- und Kleinschrift gemischt mit Zahlen) und schon lief der Mobilquatsch. Damit sollten solche SMS-Massen für eine einzelne Verabredung endlich der Vergangenheit angehören:

Kino? | Ja, wann? | 19:30 | Heute? | Ja | Film? | Keine Ahnung, du? | Egal, sag du | Parfüm? | Schon gesehen | Mist, dann Crank | OV? | Klar! | vorher essen? | geht nicht wg office | Schade. bis dann | K, freu mich

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Montag, Oktober 09, 2006

Daily Weisheit: Degree of Freedom

Freedom is completely overrated!

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Samstag, Oktober 07, 2006

Die Nicht Folgen des Nicht Folgen

Es war auch Freitag, allerdings noch im September und zur Wiesn. Wir waren wieder einmal im Augustinerzelt, wo wir wie jedes Jahr den Geburtstag meines Vaters feierten. Das war schon irgendwie eine echte Tradition. Seit ich denken konnte waren die Geburtstage meines Vaters für mich ein bisschen nervig, weil man es als Kind eben nicht so wahnsinnig spannend findet acht Stunden in einem stickigen Bierzelt neben gröhlenden Angesoffenen zu sitzen und jedes mal wenn sich die Bedienung mit zwölf Hendln auf ihrem Tablett durch den überfüllten Gang drängte, einen ordentlichen Seitenhieb zu bekommen. Aber was soll's. Hauptsache die Eltern hatten ihren Spass.

Ich zog also meinen Block raus und versuchte die leicht verzerrten Fratzen beim Schützenliesl singen zu zeichnen. Ich vertiefte mich in meine Bleistiftlinien und wurde plötzlich durch eine lauter werdende Diskussion neben mir aus meinen Kritzeleien heraus gerissen.

Meine Mutter und meine Schwester hatten sich mal wieder wegen irgend einer Sache in den Haaren. Genauer hingehört, hatten sie sich in den Haaren weil meine Schwester keine Lust mehr auf lallende Erwachsene hatte. Sie wollte nach Hause. Meine Mutter sah das aber anders. Als 15-jährige hat man eben bei der Feier von Papa Präsenz zu zeigen. Basta. Aber dabei blieb es natürlich nicht. Kein Wunder, denn beiden kann man in solchen Situationen ganz deutlich das oberbayerische Temperament anmerken.

Nach selbst für Bierzelt lauten Tönen wurde mein Vater, das stark angeheiterte Geburtstagskind, auf das Hickhack aufmerksam und erlaubte zum Entsetzen meiner Mutter, meiner Schwester die Biege zu machen: »Ist doch eh schon Zehn Uhr!« Und so packte sie schon ihren Krempel und wollte sich grinsend in die Menge stürzen, als meine Mutter sie nochmal am Arm packte und ihr einbleute »gefälligst auf dem allerschnellsten« Wege zur S-Bahn und sofort nach Hause zu fahren. »Ja ja« maulte meine Schwester und stiefelte los.

Für die 600m vom Augustinerzelt bis zum Haupteingang des Oktoberfests braucht man an einem Freitagabend zu dieser Zeit in etwa eine Viertelstunde. Man zwängt sich durch das volle Zelt hinaus auf die Zeltstrasse. Dann geht man im Slalom vorbei durch die betrunkenen Massen. Kauft sich noch schnell ein paar gebrannte Mandeln und bleibt an der Ampel am Bavariaring stehen um auf Grün zu warten. So gegen 22:19 Uhr steht man dann wohl dort.

Genau zu diesem Zeitpunkt, genau an diesem Ort explodierte eine Rohrbombe zwischen all den Wartenden, verletzte 211 Menschen und tötete die 13 Menschen die zwischen dem alten Ahorn und der Ampel standen. Meine Schwester war nicht unter ihnen. Sie war nicht nach Hause gegangen, sondern hatte sich entschieden, sich einen Dreck um die elterlichen Anweisungen zu scheren und sass in diesem Moment bei ihrem älteren Freund im Hackerzelt. Noch heute bin ich froh eine so eigensinnige Schwester zu haben!

Freitag, Oktober 06, 2006

5 Sticks I would like to have

Just when I thought, that I didn't want to talk about anything at all, I recieved this:

5 things I would like to have:
1. LASIK Surgery
2. TÜV on my car (...not really, I'd rather want a new surfboard)
3. a world with no need for regulations
4. a cool sign on my office window
5. Love, Peace and Happiness

5 thing I have, but which I would rather not like to have:
1. 7 dioptre
2. a car with an expired TÜV
3. a close contact to some lawyers
4. co-workers with unpronounceable names
5. not enough time to ride and surf

5 things I don't have and which I would rather not like to have:
1. a miscarried LASIK Surgery
2. a stop and search operation with my car.
3. a reason for a close contact to some lawyers
4. a dull office with unhappy people
5. a winter without snow and a summer without a beach

5 things I would like to add and which I wouldn't want to miss for no reason at all:
1. my international patchwork family
2. the fact that I hardly ever need a car
3. the ability to laugh even when I'm down
4. my travel diaries since the first in 1985
5. my first and very horrible day on a Snowboard

5 people who haven't answered this yet and I would like them to answer it:
1. The swiss veterinary
2. The girl from Ipanema Bergen Binz
3. The non-blogging Italian
4. The man who likes SUVs and cruiseships
5. The guy from my hood

Fleissbildchen für die Seele

Das hätte ich ja jetzt beinahe unter Daily Weisheit abgeheftet, aber irgendwie denke ich dass es einfach alltäglich ist und im Grunde keinerlei besonderer Weisheit bedarf so zu handeln oder zu verstehen.

Ich denke, ich bin es mittlerweile gewohnt, dass eine gute Leistung damit honoriert wird, dass man beim nächsten einstürzenden Altbau wieder meinen Rat sucht. Und natürlich bekomme ich dieses dämliche breite Grinsen, wenn ich den ein oder anderen Auftrag erhalte, weil ich jemandem empfohlen wurde.

Aber wenn man einfach nur direkt gesagt bekommt: »Tausend Dank! Das war wirklich eine super Arbeit.« (und danach auch noch sofort die Rechnung bezahlt wird!!) dann lässt einen das jeden noch so beschissenen Montag wieder vergessen.

Montag, Oktober 02, 2006

Daily Heraldry

And I already thought I've lost this piece of paper where my great-grandfather copied our family crest in 1921:

Click for full view

My Manic Monday

Mit wirklich beeindruckenden Kopfschmerzen und fiesen Halsschmerzen aufgewacht. Beim Passieren der frühmorgendlichen Trachtengruppe Freising West auf der Lindwurmstrasse wegen meiner Haarlänge zu hoher Geschwindigkeit mit dem Fahrrad!! 15 Euro Mahngebühr kassiert. Im Büro gleich mal an der Kaffeemaschine verbrüht als beide Glühbirnen gleichzeitig durchgebrannt sind. Entnervt den Computer angeschaltet und nicht mal mehr Zeit gehabt den Monitor gebührend zu verabschieden (natürlich 2 Wochen nachdem seine Garantie abgelaufen war). Netter Anruf mit wilden Drohungen vom Finanzamt.

Jetzt ist es erst halb elf Uhr morgens. Da bin ich gespannt was wohl noch so alles kommt...