Daily Travel: Liquid Liquidation
Kürzlich mal geflogen? Nein? Na dann gibt’s hier was Neues für alle die ihr schweizer Taschenmesser sonst brav ganz tief im eingecheckten Schalenkoffer vergraben und für die, deren niegelnagelneue Nagelschere auf irgendeinem Flughafen schmerzlich im Müll gelandet ist. Seit November ist es nämlich nicht mehr erlaubt, mehr als 100ml Flüssigkeit mit an Bord zu nehmen. Ganz klar, ha ha, könnte ja jemand damit an Bord eine Wasserbomben basteln.
Das Lachen aber vergeht einem spätestens dann, wenn man den Rest der Litauer Litas in Liter von Wodka umgesetzt und zudem noch für hundert Eurosein paar zahlreiche Kosmetikprodukte (es ist ja bald Weihnachten) aus dem Duty Free geschleppt hat.
Grundsätzlich wäre das ja noch ok, denn schliesslich sind diese ganzen Flüssigkeiten bereits auf ihre Terroruntauglichkeit geprüft (obwohl ich das dem Baileys nicht wirklich abnehme) und so bekommt an Bord auch jeder mehr als einen, in eine Plastiktüte eingeschweissten, Fingerhut voll Orangensaft zu trinken.
Muss man allerdings mit dem ganzen Zeugs irgendwo umsteigen, dann hat man auf einmal ein Problem. Da steht man dann also vor der Kontrolle und bekommt von den Sicherheitsleuten der Flüssigkeitsvoruntersuchung (zu Erkennen am Schülerlotzenoutfit) zu hören, dass man »das alles« hier lassen muss.
Ich hatte also zwei Möglichkeiten: Entweder ich renne raus zu den Schaltern und versuche meine Terrorverdächtigen Utensilien nachträglich einzuchecken oder ich schmier mir die gesamten Weihnachtsgeschenkcremes ins Gesicht und trink den Liter Wodka auf ex. Da letzteres wohl zu einer geringeren Beförderungswahrscheinlichkeit nach München geführt hätte, checkte ich also meine Plastiktüten ein.
Für solche Fälle hat Lufthansa extra ganz tolle graue Faltkartonkoffer, die dann mit den wertvollen Flüssigkeiten gefüllt und aufs Gepäckband geworfen werden. »Ich notiere mal hier ihren Namen, schliesslich haben wir bei diesem Flug bereits 25 solche Kartons dabei.« Oh ha, zumindest bin ich jetzt also hier nicht der einzige, der nun im Cafe vor dem Gate sitzt und dabei Wetten darauf abschliesst, welches Teil es heil bis nach Hause schaffen wird.
Ich grüble und tippe auf das After-Shave. Das sah ziemlich fit aus und schien mir auch solide verpackt zu sein. Der Wodka dagegen wird's wohl nicht schaffen. Um den wäre es auch nicht wirklich schade. Eher um die Koffer, die darunter dann in Sprituosen aller Art getunkt würden.
Die Bedienung kommt und stellt mir eine grosse Tasse Kaffee hin, die ich sofort wieder zurück gehen lasse. Aus Sicherheitsgründen. Das waren schliesslich mindestens 150 Milliliter!
Das Lachen aber vergeht einem spätestens dann, wenn man den Rest der Litauer Litas in Liter von Wodka umgesetzt und zudem noch für hundert Euros
Grundsätzlich wäre das ja noch ok, denn schliesslich sind diese ganzen Flüssigkeiten bereits auf ihre Terroruntauglichkeit geprüft (obwohl ich das dem Baileys nicht wirklich abnehme) und so bekommt an Bord auch jeder mehr als einen, in eine Plastiktüte eingeschweissten, Fingerhut voll Orangensaft zu trinken.
Muss man allerdings mit dem ganzen Zeugs irgendwo umsteigen, dann hat man auf einmal ein Problem. Da steht man dann also vor der Kontrolle und bekommt von den Sicherheitsleuten der Flüssigkeitsvoruntersuchung (zu Erkennen am Schülerlotzenoutfit) zu hören, dass man »das alles« hier lassen muss.
Ich hatte also zwei Möglichkeiten: Entweder ich renne raus zu den Schaltern und versuche meine Terrorverdächtigen Utensilien nachträglich einzuchecken oder ich schmier mir die gesamten Weihnachtsgeschenkcremes ins Gesicht und trink den Liter Wodka auf ex. Da letzteres wohl zu einer geringeren Beförderungswahrscheinlichkeit nach München geführt hätte, checkte ich also meine Plastiktüten ein.
Für solche Fälle hat Lufthansa extra ganz tolle graue Faltkartonkoffer, die dann mit den wertvollen Flüssigkeiten gefüllt und aufs Gepäckband geworfen werden. »Ich notiere mal hier ihren Namen, schliesslich haben wir bei diesem Flug bereits 25 solche Kartons dabei.« Oh ha, zumindest bin ich jetzt also hier nicht der einzige, der nun im Cafe vor dem Gate sitzt und dabei Wetten darauf abschliesst, welches Teil es heil bis nach Hause schaffen wird.
Ich grüble und tippe auf das After-Shave. Das sah ziemlich fit aus und schien mir auch solide verpackt zu sein. Der Wodka dagegen wird's wohl nicht schaffen. Um den wäre es auch nicht wirklich schade. Eher um die Koffer, die darunter dann in Sprituosen aller Art getunkt würden.
Die Bedienung kommt und stellt mir eine grosse Tasse Kaffee hin, die ich sofort wieder zurück gehen lasse. Aus Sicherheitsgründen. Das waren schliesslich mindestens 150 Milliliter!
Labels: Daily Travel


10 Comments:
Irgendwie beruhigt ich das. Ich hatte eine größere Umtauschaktion im DutyFree, nachdem man es mir wegnehmen wollte.
Die ichwarnichtsomutigdassooffenzuschreibenichhabedasZeugzurückgegebenschimpfend Besucherin
Die spinnen doch komplett oder?
Hm, das war aber schon lange bekannt und in allen möglichen Zeitungen und Nachrichten kommuniziert worden. Hysterisch finde ich es trotzdem.
Christian, war da auch kommuniziert, dass man nichts mehr im DutyFree kaufen darf sofern man in unterschiedlichen Ländern umsteigen muss? Davon hab ich nämlich nichts gelesen...
Die spinnen komplett :yes:
Die ichkammirsoalbernvormitmeinemChanelLippenstiftimPlastiktütchendassdannwiederinderHandtascheverschwand Besucherin
Nee, aber es ist eher so, dass man es in Europa nicht darf. Und ich dachte die gehören auch dazu!? Sie ahben doch trotzdem mein Mitleid, Herr Dr.Sno*. Ärgerliche Sache!
Sind die Sachen denn einigermaßen ganz angekommen?
Es war natürlich eine extrem nervliche Belastung für mich und meine Tagescremes. Aber wir (und da möchte ich jetzt den laschen Litauer Wodka miteinbeziehen) sind dennoch alle unversehrt in München angekommen. Und das werte ich durchaus als ausreichende Entschädigung für das entwürdigende Kartonbasteln vor dem Lufthansa Schalter.
Werden eigentlich auch die Schuhsohlen kontrolliert? Bei James Bond war das doch immer ein ideales Versteck für alles mögliche! Und was ist mit Herzschrittmachern, die ferngezündet werden könnten! Werden die alle ausgebaut?
Herzschrittmacher MUSS man vorher melden!!! Was ist wohl mit Goldzähnen und Diamantenpiercings? ....oder Piercings an Stellen, die nicht wirklich jeder sehen soll? Silikon ist doch auch irgendwie flüssig und verpackt...
Blut-Diamantenpiercings sind doch der Gipfel der Abgeschmacktheit, natürlich vorher rausreißen!
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