Daily Travel: Unter Plastikpalmen
Wie ich ja schon berichtet hatte, hatten wir auf dem Weg in den Iran in Dubai erfahren dass sich unser Treffen in Teheran auf unbestimmte Zeit verschoben hatte und ich hatte soeben beschlossen auf der nächsten Maschine nach München sein zu wollen.
Ich lief also los und ließ die Tickets wechseln. Kurzerhand bezahle ich für mich und Fritz M., für den das Wort Kreditkarte wohl so etwas Ähnliches wie einen persönlichen Angriff darstellt.
Bis wir die Boardingcard für den Rückflug am nächsten Morgen um 8:05 Uhr endlich in den Händen halten ist es dank nur einem offenen Emirates Schalter und ca. 200 Umbuchungen bereits 3:00 Uhr Nachts. Noch 4 Stunden also, die ich schlafend unter den künstlichen Palmen neben dem Personenförderband verbringe.
Jedesmal hatte ich beim Umsteigen in Dubai die vielen Menschen (meist Araber und Afrikaner) bemerkt, die neben dem Förderband auf dem Boden schliefen und nun liege ich selber dort! Ich lag aber nicht schlecht. Der Teppich war flauschig und als ich aufwache ist es bereits 7:00 Uhr und unser Flug ist schon aufgerufen.
Gähnend und streckend blicke ich mich um und bemerke dass ich inmitten von einem guten Duzend Indonesierinnen liege. Wie um ein Lagerfeuer, zum Teil direkt auf Tuchfüllung mit mir, hatten sie sich um mich gesetzt obwohl der Flughafen ansonsten nun ziemlich menschenleer war.
»Selamat Pagi« sage ich und rupfe meinen Pulli und Ersatzkissen unter dem Knie einer der sehr nah sitzenden Damen hervor. Na wunderbar, noch alles da.
Nur Fritz M. war weg und so laufe ich vor zu unserem Gate, dass auf der anderen Seite des Flughafens ca. 2km entfernt liegt. Da Fritz M. aber auch dort nicht zu sehen ist renne ich wieder zurück. Seltsam kein Herr M. weit und breit. Als ich mir bereits Gedanken über etwaige verletzte Sorgfaltspflichten mache komme ich auf die Idee ihn einfach mal mit dem Mobiltelefon anzurufen und siehe da: er war auf der Toilette um sich frisch zu machen. Das lob ich mir.
Der Rest lässt sich schnell abhandeln: Zurück laufen, Check-In, Anschnallen, Abflug.
Na jedenfalls bin ich noch nie 5 Stunden irgendwohin geflogen um dann eine Nacht (wenn auch in netter weiblicher Begleitung) auf dem Boden zu pennen und am nächsten Morgen wieder 5 Stunden zurück zu fliegen.
Aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja beim nächsten mal bis nach Teheran. In Scha Allah!
[so oder so in etwa passiert am 14.11.2004]
Ich lief also los und ließ die Tickets wechseln. Kurzerhand bezahle ich für mich und Fritz M., für den das Wort Kreditkarte wohl so etwas Ähnliches wie einen persönlichen Angriff darstellt.
Bis wir die Boardingcard für den Rückflug am nächsten Morgen um 8:05 Uhr endlich in den Händen halten ist es dank nur einem offenen Emirates Schalter und ca. 200 Umbuchungen bereits 3:00 Uhr Nachts. Noch 4 Stunden also, die ich schlafend unter den künstlichen Palmen neben dem Personenförderband verbringe.
Jedesmal hatte ich beim Umsteigen in Dubai die vielen Menschen (meist Araber und Afrikaner) bemerkt, die neben dem Förderband auf dem Boden schliefen und nun liege ich selber dort! Ich lag aber nicht schlecht. Der Teppich war flauschig und als ich aufwache ist es bereits 7:00 Uhr und unser Flug ist schon aufgerufen.
Gähnend und streckend blicke ich mich um und bemerke dass ich inmitten von einem guten Duzend Indonesierinnen liege. Wie um ein Lagerfeuer, zum Teil direkt auf Tuchfüllung mit mir, hatten sie sich um mich gesetzt obwohl der Flughafen ansonsten nun ziemlich menschenleer war.
»Selamat Pagi« sage ich und rupfe meinen Pulli und Ersatzkissen unter dem Knie einer der sehr nah sitzenden Damen hervor. Na wunderbar, noch alles da.
Nur Fritz M. war weg und so laufe ich vor zu unserem Gate, dass auf der anderen Seite des Flughafens ca. 2km entfernt liegt. Da Fritz M. aber auch dort nicht zu sehen ist renne ich wieder zurück. Seltsam kein Herr M. weit und breit. Als ich mir bereits Gedanken über etwaige verletzte Sorgfaltspflichten mache komme ich auf die Idee ihn einfach mal mit dem Mobiltelefon anzurufen und siehe da: er war auf der Toilette um sich frisch zu machen. Das lob ich mir.
Der Rest lässt sich schnell abhandeln: Zurück laufen, Check-In, Anschnallen, Abflug.
Na jedenfalls bin ich noch nie 5 Stunden irgendwohin geflogen um dann eine Nacht (wenn auch in netter weiblicher Begleitung) auf dem Boden zu pennen und am nächsten Morgen wieder 5 Stunden zurück zu fliegen.
Aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja beim nächsten mal bis nach Teheran. In Scha Allah!
[so oder so in etwa passiert am 14.11.2004]


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