noS

Freitag, Dezember 30, 2005

Jahresrückblick /Eigener

JANUAR

Nach zahlreichen Anläufen ist es geschafft. Am 11. Januar begrüsst mich der iranische Neuschnee mitten in Teheran. Man wollte gemeinsam ein Skigebiet erschliessen, ja sogar eine ganze Stadt bauen. 10 Tage später bin ich um einige Erfahrungen reicher und habe nebenbei noch ein paar wirklich tolle Leute kennengelernt - nur aus den Projekten ist bislang nichts geworden. Ob die atomare Abschreckung gegen Israel wichtiger geworden ist? Man weiss es nicht. Ach ja... kaum bin ich mal weg wird auch gleich der Mosi erwürgt.

FEBRUAR

Gschneit hat's. Und das nicht zu knapp. Kurz vor der ISPO trainiere ich mit Marc für die Zipflbob Meisterschaft. Vergeblich. Dafür gibt es drinks for free und Schoggi ohne Ende.

Und natürlich schneit es immer noch.

MÄRZ

Neuer Monat. Neuer Schnee. Torsten lernt innerhalb von nur einer Stunde Snowboard fahren und schlägt damit meine Kusine und Titelverteidigerin Nkiru aus Nigeria.

APRIL

Der Frühling ist da und wir sind weg. In Wien und in Zürich um genau zu sein. Kein Wunder denn daheim demonstriert der Nazi und bekommt dabei viel zu viel Aufmerksamkeit.

MAI

Wir sind Ich bin Pabst und auch einer der ersten danach in Rom. Nicht zur Audienz, sondern zum Geniessen. Danach mache ich mich in Brüssel wichtig. Mit geringem Einsatz zugegebenermaßen, denn ich freu mich viel mehr bei Marc & Family sein zu können. Zur Strafe müssen wir in einer Halle snowboarden. Ohne Neuschnee natürlich.

JUNI

Timing ist alles. Pünktlich zu den Mitsommernächten bin ich in Helsinki. Noch dazu genau am Helsinki Day, an dem die Stadt voller Konzerte und Attraktionen ist. Wieder zurück wird zum Geburtstag illegal gegrillt. Schliesslich muss man die wenigen Sonnentage dieses Sommers nutzen. Die Kiesbank auf der wir da gefeiert haben gibt's jetzt nach der Flut übrigens so nicht mehr.

JULI

Seine Magnifizenz überreicht mir die Doktorurkunde. Reine Formsache, schliesslich ist das Ganze schon knapp 4 Jahre her. Echter Schnee von gestern also. Danach fress ich mich in Polen durch. Highlight wie jedes Jahr das FFF (nein, nicht die BUGA).

AUGUST

Die Flut kütt. Trotz höchstem Wasserstand ever halten sich die Schäden in München in Grenzen. Anders in der Schweiz. Dort brechen Strassen, Brücken und ganze Berge. Davor ham's noch gefeiert die Schweizer. Auf der Street Parade in Zürich.

SEPTEMBER

Das Mädchen wird Kanzler und ich schreibe nichts darüber. Wie das Jahr davor geht's Ende September nach Paris und nicht auf's Oktoberfest. Und nach etlichen Jahren war ich wieder mal auf dem Comicfest. Unspektakulär. Vielleicht liegt's aber auch am Alter (an meinem!). Oh, und ich starte den Versuch eines täglichen Blogs. Warum weiss ich selber nicht.

OKTOBER

Der 13. Oktober ist ein schrecklicher Tag für mich. Nein, nicht nur für mich, sondern für sehr viele Menschen. Ein Blitzschlag reisst den tollsten Menschen den ich kenne aus seinem Leben und zeigt mir was eigentlich wirklich wichtig ist in diesem Leben. Ein paar Stunden davor lerne ich noch Nilz und Roman kennen. Das Leben ist echt komisch.

NOVEMBER

Am 17. November treffe ich auf die erste Schneeflocke dieser Saison. Ganz allein in der Müllerstrasse. Kein Wunder, denn deren Kumpels tummeln sich im Münsterland und sorgen dort für Ausnahmezustände. Weil Strommaste einknicken. Wer einen gerechnet haben will - bitte bei mir melden!

DEZEMBER

Ich mache mich auf den langen Weg nach Larnaka. Und bin am Ende erstaunt wie lang der dann tatsächlich gedauert hat. Wieder daheim läuft mir Iceman direkt vom Südpol über den Weg, der vermutlich fast genauso lang gebraucht hat nach München zu kommen wie ich von hier nach Larnaka. Es werden Christkindlmärkte getestet und wir feiern den traurigsten aber hoffnungsvollsten heiligen Abend seit ich Geschenke öffnen kann.

Ich wünsch euch allen schon mal einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr 2006!

Donnerstag, Dezember 29, 2005

Daily Snow: Sudelfeld

Since we managed to hit some powder at our trip to Sudelfeld yesterday, I thought it would be a good idea to continue my brief descriptions of well known and some rare secret powder spots along the alps. (stupid, I know - still some of the very best won't be published here!)

Last years Secret Powder Run to Scheiss Schlepplift turned out to be a well known area for skiing out boundaries right at the top of the last t-bar. If you walk up a few meters you get on the beaten track that leads to the rather steep powder area. If this area is already trashed (which may take a day or two of heavy traffic) you can still duck into the woods which offers a variety of powder patches.

Here is a small map of the Semi-Public Powder Run to Scheiss Schlepplift (the t-bar from Rosengasse truly sucks)

Onkel^8 +1

Ich bin heute Onkel geworden.

Schon wieder. Aber das kann man ja im Grunde gar nicht oft genug werden. Eigentlich ist es ja nur mein neuer Neffe zweiten Grades aber wievielter Dan und so ist mir ziemlich wurscht. Insgesamt sind es 18 19 (neunzehn!) Schrazen, so daß man bei Schneeballschlachten eine Ersatzmannschaft mit Auswechselspieler hat. Auch für mein schlechtes Namensgedächtnis ist das natürlich eine echte Herausforderung!

4.200 Gramm und 58cm weist mein neuer Neffe auf und ist - ganz wie die Mama - schon ein bisschen schokobraun. Sechs meiner cleveren und äußerst hübschen Kousinen (sorry, alle bereits vergeben!) sind nämlich eine Deutsch-Nigerianische Prachtmischung. Wer also irgendwas Rassistisches gegen die oder mich weissen Neger sagt, der kriegt eins aufs Maul! ;)

Zeit mir den neuen Namen einzuprägen bleibt mir allerdings nicht, denn
schon im Januar steht die nächste Geburt von Neffe Nummer 20 an!

Daily Link: Best Blonde Joke

I never thought I would ever do such a thing as posting a joke on my blog, but when I read this blonde joke, I couldn't stand but share it here.

Check it out, cause I'm still laughing at it here and I am blond as well!

Montag, Dezember 26, 2005

Selbstversuch No. 320

Nachdem mich Helga auf die tolle Idee gebracht hatte mal in einem Selbstversuch zu testen ob man komplett die Weihnachtslaune verliert wenn man alle Geschenke erst auf den allerletzten Drücker aus dem Ärmel schütteln muss und ich am 22. Dezember noch kein einziges Weihnachtsgeschenk besorgt, geschweige denn überhaupt ausgedacht hatte, waren die Randbedingungen für einen Versuch also erfüllt.

Leider war es mir nicht möglich die Aktion Last-Minute-Hardcore-Shopping effektreich am 24. durchzuführen, da ich da ja traditionell schon mit dem Weihnachtsbrettrutschen beschäftigt bin.

Als Erstes am letzen Tag vor Weihnachten gleich mal die vorhandenen Ressourcen überprüft. Man hat ja schließlich das ganze Jahr über nicht umsonst allerhand Zeugs aus fernen Ländern geschmuggelt mit nach Hause gebracht! Danach schnell eine kleine 2-Buy-Liste gemacht um den späteren Einkauf so einfach wie möglich zu gestalten. 20 Minuten später das leere Blatt zusammen geknüllt und weggeworfen. Puls überprüft: Noch sind keinerlei Anzeichen der Geschenkmangelverzweiflung spürbar.

Kein Wunder, denn mir wird gerade vorgeführt was ich dieses Jahr so alles schenken kann. Quasi hinter meinem Rücken wurden die allertollsten Präsente organisiert und liebevoll eingepackt damit ich sie dann unter dem Weihnachtsbaum überreichen kann. »Ich dachte bei dir wird das sonst eh nichts mehr!« Wahnsinn oder?

Nur das mit dem Selbstversuch, das klappt halt dann dieses Jahr leider nicht.

Sonntag, Dezember 25, 2005

Daily Link: Games 4 XMas

Since it is Christmas and it's always tough to find the right things for everyone, I thought this website of the best webgames 2005 might be a good idea to post as a virtual present.

I have no idea if they all deserve to be named best webgame 2005 since I only played »A Daily Cup of Tea« by Ferry Halim. BTW, on his website are even more webgames!

Freitag, Dezember 23, 2005

Geschenke Geschenke!

Wenn ich schon dabei bin alle Weihnachtsgeschenke an einem einzigen Tag zu erledigen (nämlich heute!) dann will ich wenigstens auch nicht leer dabei ausgehen. Drum hab ich mir mal einen neuen Header geschenkt. Frohe Weihnachten wünsch ich mir!

Daily Link: Santa Substitutes

Thanks to Sebi I got in touch with Chris Christmas Rodriguez from Mother London who was supposed to replace Stanta Claus. Oh, and Merry Christmas!

Donnerstag, Dezember 22, 2005

It's Weihnachtsstimmung, Baby!

Gibt es eigentlich eine mathematische Beziehung zwischen der Größe von Pkws und den kognitiven Fähigkeiten des Fahrers die Umwelt wahrzunehmen?



Mir scheint, die nimmt direkt proportional ab - aus welchem Grund auch immer. Steigt der Anzugträger oder seine kulturschaffende Gattin in den SUV (von Ausnahmen mal abgesehen, Torsten!) werden nur noch Dinge ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 1,5 Tonnen als Verkehrsteilnehmer erkannt. Der Straße wird allerdings ohnehin nicht die volle Aufmerksamkeit geschenkt, was an der blonden Beifahrerin oder an dem an der rechten Hand angewachsenen Mobiltelefon liegen mag. Hey, die zahlen für die Karren 50.000,- Euro aufwärts und dann springt da nicht mal eine poplige Freisprechanlage mit bei raus?




Na egal. Jedenfalls ist es wieder ein anthrazit BMW X5 der mir hinter dem Rindermarkt die vierte Vorfahrt des Tages nimmt und mich aufgrund schneebedeckter Fahrbahn einen kleinen Schlenker quer durch ein Rudel verzweifelter Last-Minute-Geschenkkäufer rutschen lässt. Ich schaffe zwar nicht alle Neune aber mit einem Split kegel ich und mein Rad eine Schneise quer durch die Gruppe.



Na sauber, denk ich mir und erwarte hysterisches Geschrei und nichtauszuschließende Handgreiflichkeiten als man mir aufhilft und mich fragt ob alles in Ordnung sei. »Tut mir leid, ich hab Sie gar nicht gesehen!« Sage nicht ich, sondern der Umgefahrene. Kein Wunder, ich hab ihn ja auch direkt von hinten erwischt. »Äh ... hm« Sage ich nicht wirklich eloquent. »Ich wünsche Ihnen noch wunderbare Festtage. Frohe Weihnachten!« sagt er und ist wieder weg. Er ist schließlich spät dran mit dem Geschenke kaufen.



Da sage noch einer dieser Weihnachtsstress würde sich negativ auf Gemüt und Stimmung auswirken!

Frohe Xmas & Happy Neues Year!

For all of you who did not yet recieve this via Email (either because I forgot to put you on my list or because I did qualify as spam at your choice of mailprogramme) here are my official seasonal greetings:


»You don't really need much to celebrate the holidays! Feiern läßt sich auch ohne viel Geschenke oder Baum.«

Für alle die, die aus irgend einem unerfindlichen Grund (wegen meines lückenhaften Gedächtnisses Adresssbuchs oder weil ich wie auch immer auf deren Spamliste geraten bin) meinen elektronischen Weihnachtsgruss nicht erhalten haben hier also mein offizielles Weihnachtsfrettchen von mir für euch!

Mittwoch, Dezember 21, 2005

Oberbayerischer Werteverfall

Es ist zum Wimmern. Obwohl es mich persönlich bislang ja eher kaum getroffen hat. Diesmal allerdings dafür mitten ins Herz und zwangsläufig denke ich zurück an die gute alte Zeit. Hach damals... da glaubte man noch sich mit Aktien die Rente sichern zu können. Es gab reichlich Jobs dank der New Economy und zum Foltern musste auch niemand bis nach Afghanistan verschleppt werden. Aber das hat sich geändert. Aus. Vorbei.

Das alles könnte mir ja immer noch wurscht sein. Schließlich besitzte ich keine Aktien. Einen Job der mich ausfüllt hab ich auch ohne das Web2.0 und nach Afghanistan wollte ich ehrlich gesagt eh schon immer mal. Schon allein weil's bestimmt einfacher zu erreichen ist als so mancher Ort in Europa.

Was aber wirklich wirklich tragisch ist, ist die Tatsache dass in Schulen am Alpenrand die Kinder, die ja unsere Zukunft sind, nicht mehr lernen wie man Ski- oder ein Snowboard benutzt.
»Der Sport ist für viele zu teuer geworden« und »wir müssen schon für über die Hälfte der Schüler Schneewandern anbieten weil die nicht mal einen Schlitten besitzen« lauten die Rechtfertigungen verschiedener Schuldirektoren.

Nicht mal einen Schlitten! Für mich ist das schier unvorstellbar. Mit zwei Jahren stand ich schon auf sogenannten Rutscherln deren Name für mich Programm war. Zweimal fuhren wir ins Skilager wo jeder der es nicht besser konnte in einen Intensivkurs zu der zwei Meter grossen und 100 Kilo schweren Handarbeitslehrerin musste. Die Gute benutzte selbst im Schnee eine Art zweifarbigen Lippenstift. Allerdings lernte da zumindest jeder schnell die Angst vor der Schussfahrt zu überwinden.

Meine Nichte hat mir schon abgesagt für unser traditionelles Skifahren an heilig Abend, denn den heiligen Nachmittag würd sie gern mit ihrer besten Freundin verbringen aber die ist eben noch nie auf einem Ski gestanden und wird es wohl auch nicht mehr. Weil's eben kein Skilager mehr für sie gibt. Und so bleibt mir nur die Hoffnung auf meinen Neffen. Der geht nämlich zur Sicherheit schon mal am 23. um 18.00 Uhr ins Bett damit er auch der Erste auf der Piste ist!

Daily Movies: King Kong

Since reviews about Pete Jackson's King Kong are all over the internet, I'll only mention that it's very thrilling and epic (three hours and seven minutes) with stunning pictures and sunsets that make it up to those from Gone with the Wind.

And King Kong is even trying to qualify for the Best Christmas Movie category with Kong and Ann doing some ice-skating on a Central Park pond surrounded by lit up Christmas trees. I would have been freezing with only that dress on, but hey, I am not in love with a 28 foot ape.

Dienstag, Dezember 20, 2005

Daily Travel: Schweissnass in Dubai

Viermal wurde das Treffen verschoben und zweimal musste ich mein Flugticket stornieren und so richtig hatte ich nicht mehr daran geglaubt wirklich noch in den Iran fliegen zu müssen dürfen. Aber diesmal schien ausnahmsweise das alte käsige Sprichwort recht zu behalten: Es kommt natürlich alles anders und dann noch anders als man denkt. Also besser erstmal gar nix denken!

Da ich das Kofferpacken standesgemäß auf den Morgen vor dem Abflug verschoben hatte, verlief dieser dann entsprechend hektisch: Mist! Der Koffer ist zu klein. Größeren Koffer von Rina geliehen. Koffer geht zu aber das Schloss blockiert. Alles in eine große Tasche umgepackt. Tasche ist auch zu klein und wird zu schwer. Einen Teil also zurück in den Koffer. Schweiß von der Stirn wischen. Rückgang der Endorphine abwarten. Na bitte! Geht doch.

[Die S-Bahn-Höllenfahrt und den Flughafenschalterterror erspar ich euch an dieser Stelle]

Zwei Boardkinofilme (inkl. Zeitverschiebung) später ist also schon Abenddämmerung über der Golfküste als wir pünktlich in Dubai landen. 3 Stunden Zeit bis zum Weiterflug nach Teheran. Ich schliesse mich brav den Transitmassen bei der Pilgerfahrt in den riesigen Duty-Free Bereich an. Das fällt nicht schwer, denn der ganze Flughafen (im Prinzip wie auch ganz Dubai) besteht fast ausschliesslich aus einem Shopping Center. Weshalb kapier ich zwar nicht so ganz, denn alles ausser den Wasserpfeifen und Pistazien ist irgendwie teurer als bei uns zu Hause.

Mit einem Sack Pistazien und einer Wasserpfeife unterm Arm treffe ich auf Herrn M., meinen Mit-Geschäftsreisenden nach Teheran. Der steht mit seinem Mobiltelefon schweißüberströmt auf ein seitliches Geländer gestützt und wirkt wie ein ausgeschiedener DSDS-Kandidat. Und (so ein Naturschauspiel sehe ich zum ersten Mal) dem Mann tropft tatsächlich der Schweiss aus den Ärmeln seines Sakkos! (Reminder: Sitzplatz umbuchen!).

Fünf Minuten später ist mir auch heiß und kalt, denn Herr M. hat eine Nachricht von unserem Kontaktmann auf seiner Mailbox, der ihm mitteilt, dass unser Treffen in Teheran abgesagt wurde. Ich freue mich über die frühzeitige Benachrichtigung und springe erstmal kurz mit wildem Geschrei im Kreis um Herrn M., der nunmehr komplett durch den Wind ist. Spontan hat Herr M. auch alle wichtigen Unterlagen, seinen Namen und seine Fähigkeit zur Kommunikation verloren und so krame ich die Nummer von Dr. B. in Teheran aus seinem Koffer heraus.

Herr M. steht grunzend und zuckend neben mir als ich Dr. B. an der Strippe habe. »Das Ganze wurde vertagt« Aha, wusste ich schon. »Schön und gut, aber was ist jetzt mit uns?« Wir sind ja nun schon auf halbem Wege und wollen einfach wissen ob wir weiter oder umkehren sollen. Dr. B. meint wir könnten jederzeit als Touristen das Land besuchen. Nein? Echt? Ach was! Das wusste ich auch schon. Was ich wissen wollte war, ob es Sinn machen würde sich trotzdem bei einem informellen Treffen auszutauschen oder nicht. Schweigen. Letzteres scheint der Fall. »Schönen Abend noch« »Click«

Mein Bauch sagt »Umdrehen« und Herr M. sagt schon lang nichts mehr. Also rannte ich los...

[so oder so in etwa passiert am 14.11.2004]

Wird Herr M. seine Sprache wieder finden? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem 11. September und Dr. B.? Und vor allem wohin laufe ich eigentlich? Das alles erfahrt Ihr in der nächsten Folge von Daily Travel:
»Allein unter Plastikpalmen«

Montag, Dezember 19, 2005

Top5 Best Christmas Movies

Did you know that Lethal Weapon actually is a Christmas Movie? Not in the tradtional sense, but it's got Christmas music and even a good shoot-out at a Christmas tree farm!

Hide and cover, cause here comes the top 5 list of my all time favourite Christmas Movies:

National Lampoons: Christmas Vacation
I know it is a pretty silly picture, but as an almost endless source of slapstick it is more or less the mother of a lot of funny Christmas movies.

Gremlins
Gremlins, Ghostbusters and The Goonies represent the 80ies for me. Good old times, when monsters still were funny and kinda cute.

Die Hard II
Although the first Die Hard movie was also a Christmas movie: »Ho ho ho - now I have a maschine gun« I prefer the second one. First because as an exception to sequels it was a follow-up that didn't suck completely. And second there were more and bigger explosions in the snow.

Bad Santa
Actually Bad Santa is my most favourite Christmas movie ever. Billy Bob Thornton as a constantly drunk, cursing and criminal department store Santa Claus is truely a riot and will become a classic. Totally!

It's A Wonderful Life
If it really has to be something sentimental and heart warming, then I need to get back to 1946 for a wonderful James Stewart who tells us the great importance of the life of each and every one of us.

Labels:

Daily Movies: The Family Stone

Wer an chronischer Sarah Jessica Parker Sehnsucht leidet oder nach Sex and the City durch den Desperate Housewives-Schmonzes nicht ruhig gestellt werden kann, dem kann jetzt in Form der weihnachtlichen Romantic-Comedy The Family Stone Abhilfe geschaffen werden.

Aufgrund meiner geringen Erwartungshaltung wurde ich und die 43 anderen, vornehmlich weiblichen und in Grüppchen angetretenen Kinobesucherinnen nicht wirklich herbe enttäuscht.

Trotz ähnlicher Thematik: »Treffen mit den zukünftigen Schwiegereltern«, zu der es ja allerhand zu Skripten gäbe, schlägt The Family Stone jedoch weit weit unterhalb von Meet the Parents ein. Es ist hier ein bisschen viel Wirres und dort ein bisschen viel an den Haaren herbei gezogen.

Aber SatC-Fans (wer auch immer ihr seid!) dürfen sich trotzdem freuen, denn Sarah Jessica Parker gibt als Meredith Morton auch hier wieder die altbekannte Carrie Bradshaw.

Camera Tossing

I know it has been all over the net already but I did not mention it so far. Although flickr-nerds might be jawning now, kinetic photography is pretty cool and something completely new to me.

And here is how it works:
You set the timer on your dirt cheap and ready to break digital camera, then wait until the timer has just finished and throw it in the air (preferrably with the objective pointing downwards) and catch it before it shatters into pieces.

Donnerstag, Dezember 15, 2005

»Dann heul doch!«

Hat das ausser mir gestern noch jemand von euch gesehen?!?? Wahnsinn!

Ich spreche von der ausnahmsweise mal bühnenreifen Komik der ersten Entscheidung der DSDS Top-20-Shows.

Für alle Nicht-Couch-Potatoes: DSDS ist weder ein cooles englisches Akronym für wiederholt debiles Grinsen noch stammt es aus der £33†-Sprache pickeliger Vollzeitgamer sondern ist schlichtweg die indzierungsfreie Abkürzung der RTL Heulbojen-Sendung Deutschland sucht den Superstar.

Nach dem bereits bekannten üblichen Gejaule pubertierender zukünftiger Ex-C-Prominenter durfte der medienkompetente RTL-Zuschauer in Form total sinnloser Telefonanrufe Geld an den Fernsehsender spenden (Ruft da überhaupt noch jemand an? Und wenn ja, wer zum Teufel ist das!??). Zugleich rettet man durch die eine Stunde später ausgestrahlte Entscheidung die konsumpotentielle Zielgruppe kompletter Dumpfbacken zu Stern.TV hinüber.

Dort erfährt man während dem Anrufen Warten von Günter Jauch tolle Geschichten, wie etwa die von der Familie die für den Umbau ihrer Wohnung 3 Jahre benötigt. Aha, super! Das nenn ich mal Volksbildungs Finest.

Natürlich fällt die Verkündung der Entscheidung mit der RTL üblichen Spannung aus. Tooske Ragas (ist keine finnische Rockband, sondern eine holländische Moderatorin) quält sich einen ab um wenigstens halbwegs deutsch zu klingen: »Stephan, du bist es... vielleicht, doch nicht, die Zuschauer wollten dich ... nicht oder ja, sicher vielleicht hier oder daheim...«

Stephan hat schon kapiert und heult einfach mal ein bisschen los. Dabei hat er noch gar keine direkte Absage bekommen. Fünf der zehn Teilnehmer werden aussortiert da es bei ihnen gaaaanz gaaanz knapp ist ... woah, sooo spannend! Stephan kuckt sich um und ist sich sicher: Er hat gegen die Konkurrenz einfach zu wenig Sunnyboyfaktor. Stephan zittert unter Tränen.

Und dann ist es sicher, der geleckte Markus soll weiter. Stephan bricht komplett zusammen und gibt eine Wehklage in Tooskes Mikro zum besten während er ihr in ihren Ärmel schnäuzt (glücklicherweise zum Print passend). Jedem war es klar dass die Entscheidung so laufen wird. Stephan wusste es, wir wussten es, alle wussten es. Sogar Tooske wusste es. Oder naja... egal, jedenfalls war's ziemlich eindeutig.

Doch was ist das? Schwenk vom wimmernden Stephan, dessen Traum in Daniel Kübelböcks Fußstapfen zu treten endgültig geplatzt ist, zum Moderator der sich theatralisch an seinen Kopfhörer langt: »Moment, ich höre gerade... Regie? Wir sind ja eine Live-Sendung und da kann einiges passieren...« Dann Totale. Ein Typ im Anzug betritt die Bühne »Da kommt unser Jurist Herr Fleischhauer«

Und Herr Fleischhauer schafft es zum Pivot Point. »Es war ja soooo verdammt knapp« Stephan, der mittlerweile so aussieht als bräuchte er ärztliche Hilfe, habe doch gewonnen und wäre weiter. Stephan flippt aus, hüpft rum und knutscht Tooske ab während er an ihrem vollgerotzten Ärmel rumzerrt. Der smarte Markus, wirkt leicht verwirrt und verabschiedet sich brav. Na dann war's halt nix.

Der Underdog, dessen Geheule uns zu Herzen rührte triumphiert über dem glatten Schönling der eh schon alles hat und noch dazu mit Jupp Derwall verwandt ist (quasi prominent). Recht so! RTL weiss es eben - sowas wollen wir sehen...

Daily Link: Best Photos 2005

As usual the TIME Magazine features the Best Photos of the Year 2005 with selected images of death, terror and destruction. There is a morbid beauty to it but it still is a strange concept to hand out rewards for portraits of people suffering or dying.

Um, I guess I'll wait for the National Geographic to come up with their Pictures of the Year. At least those won't get me depressed if I use them as my desktop.

Mittwoch, Dezember 14, 2005

Bonsai Katzen Koller

Kettenbriefe, Pranks und Hoaxes scheinen für einige ältere Semester noch komplett neu zu sein, denn kürzlich hat mir Prof. Dr. Carsten A. folgende Email geschickt:

AN ALLE TIERFREUNDE!

Jetzt müssen wir zusammenarbeiten!!! Eine Homepage die wir vor ca. einem Jahr schliessen konnten, ist jetzt anscheinend wieder zurück.

WIR WOLLEN diese Seite noch einmal schliessen! Ein Japaner in New York züchtet und verkauft Katzen, die BONSAI CATS genannt werden. Das hört sich alles noch ganz harmlos an, wenn es nicht so wäre, dass diese Katzen ein muskelentspannendes Mittel bekommen, LEBEND in Flaschen gesteckt werden und da den Rest ihres Lebens verbringen! Die Katzen werden durch eine Röhre gefüttert und haben einen kleinen Schlauch für die Exkrementen. Die Knochenstruktur der Katze formt sich nach der Flasche, weil die Katze wächst nimmt sie die form einer Flasche an.

Die Katzen werden als originelle und exklusive Schmuckgegenstände
verwendet. Diese Unmenschlichkeit ist die neuste Mode in New York, China und
Indonesien. Wenn Du es verkraften kannst (es sind schlimme Bilder!) kannst du dir Bilder auf der Folgenden Adresse ansehen: http://www.bonsaikitten.com/bkmethod.html oder sehe Methoden um die Katzen in die Flaschen zu drücken.

Die Protestliste MUSS 500 Namen enthalten.

Bitte Kopiere diesen Text (öffne eine neue Mail, kopiere den Text rein und schreib dein Name ganz unten auf der Seite) und sende an ALLE die du kennst. Wenn du siehst, dass die Liste 500 Namen erreicht hat, schicke das Mail an:


Danach folgt eine laaaange Liste von Internetnutzern, die wohl noch nie in ihrem Leben etwas in Google oder Wikipedia nachgeschlagen haben. Na, wenn so etwas schwarz auf weiss am Bildschirm steht, dann muss es wohl die Wahrheit sein.

Falls ihr wirklich glaubt irgendwelche Japaner stecken Katzen in Flaschen, dann habt ihr vermutlich recht. Wenn ihr allerdings glaubt dass daraus dann Bonsai Katzen werden, dann habt ihr bestimmt auch schon aufgrund von Emails Geld nach Nigeria überwiesen.

Na, jedenfalls hab ich gleich mal zurück geschrieben:

Sehr geehrter Herr Prof. Carsten A.,
ich denke das mit den Bonsai Katzen ist ein "Hoax". Hier die entsprechende Webseite: http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax/bonsaikitten.shtml


Aber das hat irgendwie nicht überzeugt. Zu viel Fremdwörter? Zu wenig Text? Komische Buchstabenkombinationen wie »http«?? Ich weiß es nicht.

Sehr geehrter Herr Dr. Sno*
Vielen Dank, jedoch scheint mir das Ganze doch sehr glaubhaft. Ich werde noch einmal nachfragen um sicher zu gehen, dass es sich hier nicht um einen Spass handelt. Noch glaube ich nicht einem Jux aufgesessen zu sein.


Ah, ok - wenn fragt er jetzt? Die obersten vier, die den Kettenbrief schon unterschrieben haben oder die 63 anderen Businesskontakte, denen er diesen Hoax auch geschickt hat? (Schon mal jemand was von Blind Copies oder Undisclosed Recipients gehört?) Aber was verlange ich da.

Lieber Herr Prof. Carsten A.,
ich habe einen Artikel zu der Bonsai Katzen Email im Spiegel gefunden. Vielleicht ist der ja für Sie interessant: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,117190,00.html. Es scheint wirklich nur ein Spass-Kettenbrief zu sein, dessen Weiterleitung sich nicht lohnt.


Offenbar nicht.

Sehr geehrter Herr Dr. Sno*,
in so einer wichtigen Angelegenheit wie dem Tierschutz nehme ich gern in Kauf einen solche Aktion zu unterstützen. Vielen Dank aber für Ihre Information.


Na dann löschen Sie bitte bitte meine Email aus Ihrem Adressbuch!!!

Daily Link: Bird's Eye Views

After the success of Google Maps it became obvious that people really enjoy spying on each and every one of us from the sky above. It soon became every stalkers beloved gadget.

It was only a question of time for Microsoft to attempt to profit from this concept of browsing the world. Windows Live Local is out now trying to imitate real thing with the new feature of low-angle aerial view like this bird's eye view of Ground Zero NYC.

Ungefragte Verpflegung

Eben gerade geht die Tür auf und herein geschneit kommen zwei nette Damen mit je einer voll beladenen Plätzchenschale in den Händen. Wir sähen so hungrig aus in dieser kalten Vorweihnachtszeit und da wollten sie uns etwas vorbei bringen.

Aha, gut klingt logisch. Es wird verwundert gelacht und kurz gescherzt und dann verabschieden sich die beiden auch schon wieder und lassen uns leicht verdutzt mit ihren gefüllten Schalen zurück.

Das vermeintliche Weihnachtsgebäck entpuppt sich beim näheren Hinsehen als in Cellophan eingewickelte belegte Toastschnitten (neudeutsch: Tramezzini) und der Besuch als Marketing Offensive der Reisebar hier um die Ecke.

Nachdem wir uns nach anfänglichem Zögern »Kostet das was?« draufstürzten habe ich mich für folgende Dinge entschieden:

1. Ich mag keine Kalbsleberwurst Tramezzini (und kann mir auch nicht vorstellen, dass die im Sinne der italienischen Erfinder waren!)
2. Ich unterstütze trotzdem weiterhin Margarethe in ihrem Tabula Rasa
3. Ich brauche wirklich dringend eine neue Brille

Dienstag, Dezember 13, 2005

Early Call Diversion Terror

I made a small mistake yesterday. And as usual with mistakes, it all started off as pretty clever idea.

Since I had managed to activate the call diversion on my office phone and I was aware that my »short visit« at the customer would turn out to be one of those never-ending meetings (including lunch, a snack, tea or coffee and some dinner) I pressed this tiny small button at the phone before I left.

I completely forgot about it until I woke up this morning by the sound of my ringing phone at a felt time of »very very early«. I personally do not need to know if I can safely put my water-bed on the timber floor before 8AM. But that person on the other end of the line apparently did.

10 Minutes later I was in the bathroom about to recognise the person in the mirror as my phone rang again. I was less bothered this time, but I must admit, I might have sounded pretty awkward explaining the direction for the reinforcement with the toothbrush in my mouth.

Of course getting into the shower from here was not possible without answering another call: »Can we erect the crane right next to the foundation?« »Well, wait ... let me check...« No, there was no indication about this problem visible on the tiles of the bathroom. »I guess, I'll have to call you back for that. Bye!«

It was a nice change in the shower as I did not hear the sound of the ringing phone anymore. But of course the sound immediately returned after turning off the water.

Just in order to finish getting ready with all these interruptions before noon I finally switched off the phone. Again a clever idea, as I recieved another 7 calls on my mailbox in the 20 minutes time until I arrived at my office.

Montag, Dezember 12, 2005

Selbstversuch No. 319

Also jetzt oute ich mich mal: Seit ganzen 15 Jahren trinke ich keinen Alkohol. Und bevor jetzt die üblichen Fragen kommen: Nein, ich hatte nie Probleme mit Alkohol. Nein, mir schmeckt z.B. Wein (weiss ich vom An-Dran-Nippen!). Und nein, ich bin auch kein Gesundheitsfreak, der pathetisch zu husten beginnt sobald jemand in Sichtweite auch nur so aussieht als würde er rauchen. Aussnahmen gab es eher in jährlichen Abständen und dann weitab von Totalabstürzen.

Torstens Junggesellenabschied am Samstag bot da die geeignete Gelegenheit für einen Selbstversuch. Schliesslich erweckten alle Erzählungen vergangener Exzesse von ihm den Eindruck von Parties am Rande der Intoxikation.

So schüttete ich mir völlig unbedarft zwischen Samstag 19:00 Uhr und Sonntag 5:30 Uhr so einiges Buntes die Kehle hinunter. Erstaunlicherweise war ich direkt danach immer noch in der Lage, mich an jedes einzelne Getränk zu erinnern:

1 Averner - 1 Glas Rotwein - 1 Ramazzotti und dann noch 1 Ramazzotti (diesmal ohne Eis) - 1 Cuba Libre - 1 Stamperl aufs Haus (ausser fruchtig hab ich keine Ahnung was es war) - noch 1 Cuba Libre - 1 Wodka Lemon - 1 Wodka RedBull und nochmal 1 Wodka RedBull

Entgegen der Vermutung: »man sei ja nichts gewohnt und wäre deshalb schnell blau« ging es mir blendend. Kein Torkeln, kein Lallen oder gar Übelkeit. Kann aber auch sein, dass man bei mir den Zustand zwischen nüchtern und einen im Tee aber auch nur schwer ausmachen kann? Ist also total unsinnig einen Haufen Geld für etwas auszugeben, wo man ja keinen grossen Unterschied bemerkt.

Daily Retrospective

I still remember the time when I watched the retrospective of the ending year on TV. It was a family tradition to gather in front of the television between Christmas and New Years. It was something special.

Nowadays, every channel is featuring their own retrospective. Not enough that dull shows and tv series get resurrected as clones on various channels, now it is even the past which gets copied and pasted. But to be honest, I still like to watch it.

It is just no family event anymore since we would have to find time to watch it nearly every day...

Daily Christkindlmarkt: Haidhauser

Nachdem mir ja weder die weissen Plastikzelte des schwule Weihnachtsmarkts hier um die Ecke, noch der versteckte WeihnachtsÖko-Markt auf der Praterinsel zugesagt haben und ich den Weihnachtsdöner auf dem Christkindlmarkt am Sendinger Tor doch ziemlich als, na sagen wir mal unweihnachtlich empfunden habe, habe ich nun eine positive Nachricht:

Ich hab zur Abwechslung einen richtig netten Weihnachtsmarkt gefunden. Den Haidhauser Christkindlmarkt am Weissenburger Platz.

Natürlich gibt's dort auch esoterischen Krimskrams und den mittlerweile schon obligatorischen Döner (hier als Gyros getarnt) aber dafür bieten die rund im Kreis angeordneten Stände die Möglichkeit stundenlang an scheinbar endlosen Buden vorbei zu schlendern. Also ein Erlebnis quasi wie auf dem Tollwood, nur dass man danach eben nicht zurück laufen oder mit einer anderen U-Bahn Linie zurück fahren muss.

Zudem gibt's echte Schafe, einen echten Esel und eine echte Kuh (nein, nicht die Verkäuferin am Glühweinstand!). Bei der lebensnahen Krippendarstellung frieren unter anderem auch noch eine Maria- und ein Josef-Darsteller im ungeheizten Heu um die Wette. Nur der Platz in der Strohmitte ist leer. Ein echtes Christkind wollte wohl niemand vom Truderinger Trachtenverein zur Verfügung stellen.

Samstag, Dezember 10, 2005

Pink Christmas

I was just browsing through the queer Weihnachtsmarkt which happens to be on Stephansplatz just around the corner to my office. By the way, is »Weihnachtsmarkt« really called »Christmas Fair« in English?!? Anyway, this is one of the smallest and also probably the latest Christmas fairs to pop up in Munich - actually, they just finished building up their tents yesterday.

Except to some screaming pink Christmas trees in the middle of the square there is not much representing the ease and queerness which is typical for this quarter of the town. I must admit that I arrived with higher expectations (does that make me a grump now?).

But thankfully I did not get offered a Weihnachtsdoener again.

Freitag, Dezember 09, 2005

Google Gegen Google

Es ist schon wirklich der Hammer. Da kauft Google sich Blogger.com und danach präsentiert das Web2.0 Weltunternehmen jedem Blogspotter ein Beispiel ihrer Spitzenkompetenz in Sachen Suchen&Finden in der oberen Template-Zeile.

Naja, schön und gut möchte man meinen. Aber von wegen Kompetenz! Eine Zeit lang wunderte ich mich weshalb die Suchwörter »Movie« oder »Shopping« keinen einzigen meiner Einträge zum Vorschein brachten. Dabei sind das ja ein paar meiner klassischen Rubriken (die Blogger im Gegensatz zu Wordpress ja leider nicht unterstützt).

Und dann teste ich eines Tages das Ganze mal mit einem anderen Google.Blogsearch (ja ja, es gibt viele Googles auf dieser Welt) und siehe da: Ergebnisse über Ergebnisse!

Grund genug für mich das also mal selber in die Hand zu nehmen und mir meinen eigenen Google-Sitesearch zusammen zu stricken. (Und ich bin ja weissgott kein Geek!) Das Ergebnis könnt ihr jetzt hier rechts mal ausprobieren. Durchsucht auch die Turntables of Life, wenn's sein muss.

Und? Wer ist jetzt besser? Google oder Google?

Donnerstag, Dezember 08, 2005

Dr.Sno* Meets Iceman

Only by accident, I happened to bump into the Iceman yesterday in the middle of the city. He had just returned Tuesday (like myself) directly from the driest point on this planet, the south pole.

Quite a coincidence because this guy spent nearly 5 years at the point where your globe is fixed by a needle so you can spin it around. Since he is in serious danger of defrosting at our local temperatures he will return to Antarctica in February to start his 5th winter over at the Scott Amundsen South Pole Station.

After that he will be the first and only German who spent five winters at the pole and will put him in the league of Messner and Merbold. At least if his plans for the following years come true: having proved to survive in closed environments, he signed up to become an ESA astronaut.

Mittwoch, Dezember 07, 2005

Gemeiner Hausschwamm,

auch genannt Serpula lacrymans ist echt fies. Er sieht nicht nur eklig aus, sondern ist auch noch gesundheitsgefährdend. Manchmal kann das gesichtslose Monster auch lebensgefährlich werden, nämlich dann wenn einem in Folge seines Besuches die Holzbalkendecke unter den Füssen wegbricht.

Heute habe ich dieses Ding das erste mal persönlich kennengelernt, mitten in Schwabing in einer - na klar - Holzbalkendecke. In vielen Bundesländern wäre ich danach verpflichtet gewesen, die Sau von Schwamm bei der Baubehörde zu verpfeifen. In Bayern wurde die Meldepflicht 1997 allerdings abgeschafft. Die Verwaltung hierzu war schlichtweg zu teuer.

Dabei ist der braune Schaumstoffpilz ziemlich ansteckend und resistent und seine Entdeckung somit nicht gerade eine Lappalie. Oh, ich les hier gerade, dass man laut Richtlinie sogar seine Kleidung nach direktem Kontakt entsorgen sollte. Milliarden von Sporen könnten dort anhaften und so verschleppt werden.

Ich werd allerdings einen Teufel tun und meine Lieblingsjeansjacke in die Biotonne werfen. Da müsst ihr Holzbalkendeckenbewohner jetzt einfach durch - ich schliesslich hab nur Stahlbeton um mich rum.

Dienstag, Dezember 06, 2005

Dinner Nonstop

It keeps coming although you might already had enough. The greek Mezedes is Tapas style food served in almost never ending assault waves. And usually ends with several plates you are not able to finish anymore (and a disappointed looking Cypriot) or several shots of Zivania to prevent from colateral damage.

I must admit that I had no real idea what half of the stuff actually was made of. It is usually the first half when I am so hungry that the only thing I remember after throwing it into my mouth is the colour (roughly).

Needless to say that I managed to survive three full evenings of mezedes feasts! I just think that I might skip dinner tonight...

Montag, Dezember 05, 2005

Die Dunkle Seite der Stadt

Die grösste Attraktion in Nicosia ist weder die alte venezianische Stadtmauer, noch die ehemalige Agia Sofia Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert. Das, was jeder Tourist hier unbedingt gesehen haben möchte ist die UN-Pufferzone, die Nikosia als nunmehr einzige Hauptstadt Europas in zwei Teile teilt. Die Zyprioten (keine Wortspiele hier) sind also mal echte Gewinner der deutschen Wiedervereinigung.

Quer durch die südliche Stadt fahren die Schaulustigen mit einem motorisierten Gaudiwurm Richtung Checkpoint-Charlie Replik um dort mal richtig Todesstreifen-Luft zu schnuppern. Voller Stolz wird einem dort der Blick auf UN Special Forces präsentiert, die - das kennt man aus dem Fernsehen - in ihren weissen SUVs zwischen einer Ruinenlandschaft gleich hinter Starbucks und Burger King patrouillieren.

Mit Sonnenbrand, Schlappen und in bunten Shorts steht das Volk hinter einem Wall aus Sandsäcken und darf sich wie in Counter Strike versetzt fühlen. Toll! Wo kann man schon mal nach einem Tag am Strand im Schützengraben liegen, Auge in Auge mit dem potentiell schießwütigen Feind? Diesen scheint man hier im südlichen Teil übrigens so schlimm zu finden, dass man ihn gleich auch von der Landkarte gestrichen hat.

Das reicht uns aber nicht. Wir wollen uns direkt ins Feindesland wagen und passieren den Grenzübergang ausserhalb der Innenstadt. Vorbei an Schautafeln, die die Gräueltaten der verbrecherischen Invasoren blutigst plakatieren. Entführung, Folter und standrechtliche Erschiessung von Unschuldigen. Grundlos natürlich - das volle Programm eben.

Nach langem Marsch durch die UN-Pufferzone sind wir drüben. Bei Teufels persönlich und treffen auf... spielende Kinder, fröhliche Alte die Taube füttern und hilfsbereite Polizisten. Freundliche Menschen in einer relaxten Stadt, die auch Frieden wollen und (anders als der südliche Teil) wieder einen gemeinsamen Staat. Doch wer ist jetzt Gut und wer ist Böse? Wer sind die Jedis und wer die Sith???

Gar nicht so einfach, wenn man erkennt, dass das Leben nicht nach einem Hollywood Drehbuch abläuft...

Sonntag, Dezember 04, 2005

DlWnL - The Making of

As I tried to get my boarding pass in Athens to be able to board the plane, which was of course already about to leave in the next 30 minutes, I managed to solve a mystery. A mystery that occurred to me just after starting the whole concept of trying to get to Larnaca. I happened to have the following conversation with the stewardess at the check-in after getting the news that I cannot get a boarding pass unless it is clear where my luggage was sent to (no idea why):

No-Boardingpass:
»Seriously, can you imagine that I do not even fucking want to go to stupid Larnaca? The only reason I do not surrender and seek for a bed in Athens is the fact that I have already travelled for 12 hours and I simply want to finish this whole damn thing!«

Stewardess:
»Oh, I can very much understand this. I would not want to go to Larnaca either.«

No-Boardingpass:
»Well and that is exactly the reason why I am in this whole mess!«

Simple. The reason why the disconnection to this freaky point of nowhere is so bloody poor, is simply because nobody ever wants to go to there. There is just no point of providing a mode of transportation to get there.

Samstag, Dezember 03, 2005

DlWnL Episode III

Eben noch über die S-Bahn gemault, stehe ich nun schon seit 10 Minuten vor dem Lufthansa Check-In Schalter und sehe der Dame zu, wie sie verzweifelt versucht jemanden am Gate telefonisch zu erreichen. Sie macht dabei verschiedene Grimassen, weshalb das Warten auch nicht unbedingt langweilig wird.

Nur leider geht's der Dame dabei nicht um mich. Oder besser gesagt nicht um meinen Sitzplatz in dem komplett und bis zur letzten Ladeluke überbuchten Flieger. Eine frühere Maschine ist wegen Getriebeschaden ausgefallen. In der Türkei so manchen anderen Ländern wäre sowas kein Problem und die Kiste würde zurück aufs Rollfeld geschickt. Hier aber bedeutet so ein Ausfall, dass man für eine Maschine auf einmal doppelt so viele Sitzplätze bräuchte.

Aus unerfindlichem Grund macht mir der nicht vorhandene Sitzplatz für mich aber gar nichts aus und so schlendere ich eben ohne Boardingpass zu besagtem Gate, während mein Gepäck schon ganz chillig auf dem Weg in den Süden ist - natürlich bis nach Larnaka gecheckt und ich noch nichtmal bis nach Frankfurt! Manchmal hätte es Vorteile ein Gepäckstück zu sein.

So stehe ich also vor dem Gate und auf der Warteliste. Standby im wahrsten Sinne des Wortes. Man fühlt sich gleich ein bisschen so wie ein 16jähriger vor einem Club in den man nicht rein kommt. Der Türsteher die Stewardess packt das Mikro und erklärt dass erstmal gar nicht ge-boarded wird weil das Rollfeld vereist ist. Super, dann dürfen die anderen wenigstens auch nicht rein!

20 Minuten warten wir ohne dass etwas passiert. Im Vielflieger-Wannabe-Jargon heisst das »Pending« glaube ich. Dann fällt der Startschuss zum Boarding und die ganze Herde von Boardingpass-Besitzern trabt an mir (immer noch standby) vorbei. Nachdem keiner ausser mir mehr draussen steht winke ich um nicht versehentlich für einen Zeitungsständer gehalten zu werden und siehe da: »Oh, da ist ja noch ein Platz frei und es ist nicht mal ein Jumpseat« Toll, denn ich hatte auch vergessen meinen Fallschirm mitzubringen.

Geschafft! Ich sitze im Flieger »Boarding completed!« und jetzt? Warten... »Was ist jetzt?« ruft jemand nach 15 Minuten aus den hinteren Reihen. Nach weiteren ereignislosen 10 Minuten setzen wir uns in Bewegung um auf dem Rollfeld hinter anderen Maschinen voll mit ähnlichen Schicksalen erneut zu warten. Als wir damit durch sind warten wir noch vor der Enteisung und dann nochmal vor dem Start. Wir, darin besteht kein Zweifel, waren heute wirklich führend im Pending und so war es kaum verwunderlich, dass wir erst nach Abflug meines Anschlussfluges in Frankfurt landeten.

Dumm nur dass dies der einzige Direktflug nach Larnaka für heute war und das deutschlandweit. Was soll ich lang schreiben, als ich von München nach Frankfurt und von dort nach Athen und von da dann endlich in Larnaka ankam war ich schon 16 Stunden unterwegs. Ich könnt über den heutigen Tag hier also noch mehr Seiten voll tippen, aber ich verschon euch erstmal.

Daily Desaster

Three times today, I have been inside a thin walled metallic cylinder together with approximately 70.000 litres of high explosive kerosene travelling at a neck breaking speed of 850 km/h.

For this reason I regard it quite appropriate to post several pictures of misguided planes which happened not to have me as their passenger (fortunate!).

However I still resist to applaud the pilot after not crashing the airplane.

Der lange Weg nach Larnaka II

Der lange Weg nach Larnaka, also die 6 Stunden Flugreise an einen Ort, der auf direktem Flug etwa drei Stunden entfernt ist, fängt ja schon gut an.

Mein Timing ist natürlich brillant: 5.30 Uhr aufstehen. Reichlich Zeit zum ausgiebigen Duschen. Genug Minuten für einen relaxten Spaziergang zum Rosenheimer Platz. Fünf Minuten für den Geldautomaten und zehn für den Fahrkartenautomaten. Obwohl, zehn ist zugegebenermaßen knapp, wenn man meine Erfolgsquote beim Streifenkarten-rauslassen berücksichtigt.

Schon vor der Rolltreppe spricht mich eine informelle S-Bahn-Nutzerin an um mir spread the word mäßig mitzuteilen, dass irgendwie gar keine S-Bahnen fahren. Wie sich durch weitere Zurufe freundlicher S-Bahn-gerade-nicht-Nutzer noch präzisiert, fahren die S-Bahnen zwischen Hackerbrücke und Ostbahnhof nicht - vermutlich aufgrund eines mutmaßlichen Selbstmörders, S-Bahn Gebtriebeschadens oder wasweissich (hier einen der üblichen Gründe eintragen).

Die Informationen der S-Bahn selber beschränkten sich auf ein dumpfes, sehr unverständliches Genuschel durch Lautsprecher, weshalb ich mein frisches Halbwissen auch gleich mündlich überliefert an neu angekommene verwirrte Reisende weiter gab. Wozu haben die eigentlich diese fetten Farb-Displays? Nur um dort in so einem Fall hinter jede S-Bahn Linie eine »0« zu schreiben? Ok, man kapiert dass keine Bahn kommt. Das heißt, solange man nicht annimmt, dass die Anzeige einfach nur defekt ist.

Na, jedenfalls bleibt aufgrund meines grandiosen Timings noch genug Zeit ein Taxi zu schnappen, zum Ostbahnhof zu gondeln und dort mit anderen, wieder verwirrten Mitreisenden das richtige Gleis von dem aus die S8 abfahren sollte zu finden. Denn Selbstverständlicherweise fährt die nicht von dort wo sie sonst immer abfährt und natürlich alle Hinweisschilder weisen(Gleis 6 oder so), sondern auf Gleis 1.

Aha! Aber was ist das? Direkt vor der wartenden S8 steht er dann, der offizielle Informant der MVG in Warnweste und Wichtigmacher Walkie-Talkie um einem mitzuteilen: Ja, das ist die S8 zum Flughafen. Aha, also nicht die nach Guatemala. Steht ja auch groß AIRPORT drauf angeschrieben. Eine essentielle Information also. Weshalb das ganze Spektakel denn so passiere und wann die Bahnen wieder durch den Tunnel fahren will ein Mann wissen, der noch komplett außer Atem ist.

»Weil die S-Bahnen nicht zwischen Hackerbrücke und Ostbahnhof fahren. Wann das aber wieder behoben ist, kann man aber auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.«

Super! Ich sag’s ja, zum Glück gibt’s Mund zu Mund Propaganda!

Note: Wer jetzt denkt das war’s schon, der hat sich ganz schön geirrt! Ach ... und der Telekom Hotspot am Flughafen Frankfurt ist scheisse!

Freitag, Dezember 02, 2005

Daily Shopping: Fake or Foto?

While some fotos on flickr look like as if they got shopped, other computer graphics appear to be real. You can check how easy you can be tricked by computer generated pictures if you take this small quiz.

Note: I must admit that some of the images can hardly trick anybody at all.

Donnerstag, Dezember 01, 2005

Dinge die es nicht geben sollte

Gibt es mit Sicherheit viele. Ich will hier auch wirklich anderen nicht vorschreiben was so sein sollte, aber ein paar Sachen finde ich so fundamental, dass ich das mal irgendwo festhalten muss.

Und wo ist sowas nicht besser aufgehoben als hier! Da lesen es sogar noch ein paar mehr als nur ich selbst und meine Schwester, deren IP ich wohlgemerkt schon lange hier nicht mehr angetroffen habe. Muss ihr wohl mal wieder einen freundlich bestimmten Reminder schicken!

Nachdem Sushi ja so in Mode gekommen ist (müsste doch mittlerweile eigentlich schon wieder out sein?) schiessen die Fischrollenwickler wie Pilze aus dem Boden. Was aber wirklich nicht sein muss sind Pizza-Bringdienste, die mir jetzt auch noch die Nigiri-Supreme Platte aus ihrer Frittenbude liefern wollen. Wer sowas bestellt kann sich auch das omnipräsente Gammelfleisch in die Pfanne hauen.

Oder er geht gleich auf den Christkindlmarkt, da gibt's nämlich jetzt den Weihnachtsdöner. Ja, richtig gelesen - ich musste auch zweimal hinschauen bevor ich's glauben konnte. Der Instinkt zur Selbsterhaltung scheint aber auch bei den lallenden Glühweinzechern noch einigermaßen ausgeprägt zu sein, denn nur wenige wagen den Selbstversuch mit dem Kebab-Zimt-Fladen.

Ach ja, und obwohl ich bestimmt der Letzte bin der's mitbekommen hat: Die filmische Dokumentation gecasteter arbeitsloser Soziopiaten auf Lebenszeit - eine Sache die es nun wirklich nicht geben sollte - wird eingestellt. Na bitte. Geht doch!